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Boeing : Leiter von 737-Programm geht vorzeitig in Rente

  • Aktualisiert am

Derzeit muss die 737 Max am Boden bleiben Bild: AP

Knapp ein Jahr lang war Eric Lindblad für die 737-Serie zuständig, nun verlässt er den Boeing-Konzern. Das soll er aber schon vor den zwei Abstürzen mit 346 Toten erwogen haben.

          Der für das kriselnde 737-Flugzeugprogramm zuständige Boeing-Manager Eric Lindblad geht nach weniger als einem Jahr im Amt in Ruhestand. Das teilte der Chef der Verkehrsflugzeugsparte, Kevin McAllister, am Donnerstag in einem Schreiben an die Mitarbeiter mit. Die 737-Serie hat den amerikanischen Konzern nach zwei Abstürzen der jüngsten Baureihe Max mit 346 Toten in eine schwere Krise gebracht.

          Ob ein Zusammenhang zwischen den Unglücken und Lindblads Abgang besteht, ist allerdings unklar. Laut McAllisters Memo hatte der 57 Jahre alte Manager schon im vergangenen Jahr den Wunsch geäußert, in Rente zu gehen. Lindblad ist seit 34 Jahren bei Boeing und hatte die Leitung des 737-Programms erst im August 2018 angetreten. Seinen Posten soll mit Mark Jenks ein weiterer langjähriger Boeing-Manager übernehmen.

          Entschädigungen in Höhe von 100 Millionen Dollar

          Für die Boeing 737 Max gilt seit März ein weltweites Flugverbot. Bei der Fehlersuche stieß die amerikanische Luftfahrtbehörde FAA auf mehrere mögliche Risiken, darunter ein Fehler in der Steuerungssoftware, der ursächlich für die beiden Unglücke gewesen sein könnte. Der Wiederzulassungsprozess der 737 Max läuft derweil noch. Wichtige Boeing-Kunden wie American Airlines und Southwest Airlines haben den Flugzeugtyp etwa erst wieder Anfang September im Flugplan.

          Der amerikanische Flugzeugbauer hatte zudem Anfang Juli Entschädigungszahlungen in Höhe von 100 Millionen Dollar (88,6 Millionen Euro) an die Hinterbliebenen der Opfer angekündigt. Mit dem Entschädigungsfonds sollten die Ausbildung und täglichen Ausgaben von Familien der Todesopfer sowie Entwicklungsprogramme in den betroffenen Gemeinden finanziert werde

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