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Frauenquote : „Wer will schon Quotilde sein?“

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Nicola Leibinger-Kammüller führt den Maschinenbauer Trumpf. Bild: dpa

Die Frauenquote wird immer unbeliebter. Die Unternehmerin Nicola Leibinger-Kammüller kritisiert in der F.A.S.: Durch die Quote werden Frauen diskriminiert, die es aus eigener Kraft nach oben geschafft haben.

          Der Widerstand gegen eine Frauenquote wächst – von links wie rechts. In der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung spricht sich Unternehmerin Nicola Leibinger-Kammüller, CDU-Mitglied seit jungen Tagen, vehement gegen eine Quote aus: „Wer will schon Quotilde sein?“, spottet die Chefin vom Maschinenbauer Trumpf, die als Vertraute von Bundeskanzlerin Angela Merkel gilt. Eine Frauenquote diskriminiere Frauen, die es aus eigener Kraft nach oben geschafft haben, argumentiert die Unternehmerin.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ebenso entschieden wehren sich die Betriebsratschefs der deutschen Industrie gegen eine starre Quote in den Aufsichtsräten. Nach Informationen der F.A.S. arbeiten die Arbeitnehmervertreter quer durch die Dax-Konzerne an Resolutionen und Briefen an die Regierung, um die Quote in letzter Minute abzuwenden. Daimlers stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Michael Brecht hat seinen Protest bereits öffentlich gemacht, andere Gesamtbetriebsratsvorsitzende wollen folgen, berichtet die F.A.S. weiter.

          Der Widerspruch kommt demnach nicht nur aus dem Einflussbereich der IG Metall, auch Chemie- und Baugewerkschafter rebellieren gegen eine feste 30-Prozent-Quote für Frauen in Aufsichtsräten. Ihr Argument: Die Quote sei nicht durchdacht und spiegle nicht den Anteil weiblicher Beschäftigter in der Industrie wider.

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