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9036 Teile : Bald kommt der größte Lego-Bausatz aller Zeiten

9036 Steine: Das Kolosseum-Modell von Lego Bild: Lego

Schnell zusammenbauen, das geht mit dem Kolosseum-Modell von Lego nicht – damit hat man zu tun. Schon Puzzlehersteller hatten in Corona-Zeiten mit Produkten mit vielen Teilen gepunktet.

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          Große Bausätze sind für den Spielwarenhersteller Lego ein probates Mittel, um in der Rangliste des umsatzstärksten Spielzeugartikel des Jahres aufzusteigen – auch wenn nur sehr wenige Kunden ein Riesenpaket mit vielen Noppensteinen kaufen.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Allein der hohe Packungspreis sorgt für eine Spitzenposition im Wettbewerb mit kleinen Püppchen. So verkaufte Lego im vergangenen Jahr in Deutschland gerade mal rund 15.000 Exemplare eines Großbaggermodells. Zum diesjährigen Weihnachtsgeschäft nicht der dänische Konzern abermals einen Anlauf, um einen hohen Rang zu erklimmen: Mit dem größten Bausatz, den das Unternehmen je herausgebracht hat.

          9036 Steinchen sollen Bastler zusammensetzen, um ein Miniaturabbild des Kolosseums in Rom zu erhalten. Das steht dann auf einer Grundfläche von 59 mal 52 Zentimetern. Kosten soll der Kunststoffbau laut Preisempfehlung des Herstellers 487,39 Euro – ein krummer Preis, weil die bis zum Jahresende in Pandemie-Zeiten gesenkte Mehrwertsteuer berücksichtigt wird. Der Verkauf soll marketingträchtig zum vom Handel ausgerufenen voradventlichen Einkaufstag „Black Friday“ beginnen.

          Kolosseum schlägt Star-Wars-Raumschiff

          Gemessen an der Zahl der Klötzchen macht Lego mit dem Kolosseum einen großen Satz. Das bislang steinreichste Modell war das 2017 ausgelieferte Millenium-Falcon-Raumschiff zur Star-Wars-Filmreihe. Das bestand aus – nur – 7541 Teilen. Wegen der Popularität des Kinovorbilds und damit verbundener Lizenzgebühren rief Lego damals zum Verkaufsstart aber die Preisempfehlung von 799 Euro auf. Groß war 2018 auch das Schloss Hogwarts zur Harry-Potter-Reihe, für das bis zur Turmspitze 6020 Noppensteine zusammenzustecken waren.

          Nun wendet sich der Konzern wieder einem Großmodell ohne Kinovorbild zu – wie zuletzt 2017 mit dem 5900-Teile-Taj-Mahal. Lego setzt darauf, dass Bastler während der Pandemie nicht viel unterwegs sind und somit mehr Zeit zum Steinchen-Stapeln haben. „Weil momentan keine ausgiebige Italienreise zu den schönsten Orten der ewigen Stadt möglich ist, ist das größte Lego-Set aller Zeiten ein würdiger Stammhalter, um das Urlaubsgefühl zu Hause aufkommen zu lassen“, teilt der Konzern.

          Das Kalkül, aus der Corona-Zeit eine Spiele-Zeit zu machen, war schon für Puzzlehersteller aufgegangen. Der Puzzleumsatz lag 2020 bis zum Spätsommer laut Eurotoys-Marktdaten um 61 Prozent über dem Vorjahresniveau. Für Brett-, Karten- und Puzzlespiele insgesamt betrug das Plus 21 Prozent. Ob das zeitaufwändige Puzzeln und Bauen Kindersache ist, bleibt derweil offen. Lego gibt für das Kolosseum die Altersempfehlung „ab 18 Jahren“ aus.

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