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Wegen Ai Weiwei : Lego ändert Verkaufspolitik

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In einer Spendenaktion sammelte Ai Weiwei Legosteine in einem 5er-BMW. Bild: AFP

Lego verkaufte dem Künstler Ai Weiwei im vergangenen Jahr keine Spielsteine für eine Ausstellung. Nach großer Kritik reagiert die Firma.

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          Nach Kritik an einer abgelehnten Bestellung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei fragt der Spielwarenhersteller Lego bei Großbestellungen künftig nicht mehr nach, wofür die kleinen Steinchen gedacht sind.

          Seit dem 1. Januar erkundige sich die Lego-Gruppe nicht mehr nach dem „Zweck“, wenn sie große Mengen verkauft, teilte das Unternehmen mit. Damit sollen „Missverständnisse“ vermieden werden.

          Lego hatte heftige Kritik auf sich gezogen, nachdem es eine Bestellung von Ai Weiwei im vergangenen Jahr zurückgewiesen hatte. Das Unternehmen begründete den Schritt damit, dass die Steine, „für politische Arbeiten“ benutzt würden. Ai zeigte sich damals „entgeistert“. Für ein Kunstwerk im Rahmen der Ausstellung „Andy Warhol - Ai Weiwei“ hatten schließlich Fans etliche Lego-Steine gespendet.

          Die Entscheidung der dänischen Spielwarenfirma, nun nicht mehr nach dem Grund für Großbestellungen zu fragen, bezeichnete Ai Weiwei auf Twitter als „feinen Zug“. Lego betonte zugleich aber auch, dass Käufer während einer Ausstellung ihrer Lego-Kreationen deutlich machen müssten, dass das Projekt nicht von dem Unternehmen unterstützt werde.

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