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LEG Immobilien : „Wieso enteignen? Unsere Aktien kann jeder kaufen“

LEG-Vorstandsvorsitzender Thomas Hegel Bild: Rainer Wohlfahrt

Thomas Hegel, der Chef des drittgrößten deutschen Wohnungskonzerns, hält die Debatte um die Enteignung seiner Branche wirtschaftlich für falsch und politisch für gefährlich: Der Staat sei der schlechtere Vermieter.

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          Von der Debatte um die Enteignung großer Wohnungsunternehmen in Berlin ist das Düsseldorfer Unternehmen LEG Immobilien AG direkt gar nicht betroffen. Zwar ist die LEG mit ihren 134.000 Wohnungen das drittgrößte deutsche Branchenunternehmen nach Vonovia (400.000) und Deutsche Wohnen (163.000 Wohnungen). Doch die LEG-Wohnungen liegen fast ausschließlich in Nordrhein-Westfalen und nicht in Berlin.

          Michael Psotta

          Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Immobilienteil.

          Dennoch lässt die Debatte den LEG-Vorstandsvorsitzenden Thomas Hegel alles andere als kalt. Am vergangenen Wochenende war offizieller Auftakt der Initiative „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ in der Hauptstadt. Die notwendigen 20.000 Unterschriften sind längst eingesammelt. Der eigentliche Volksentscheid dürfte wohl erst 2020 folgen, doch zeigen Umfragen und Stimmungsbilder, dass die Zustimmung der Berliner keineswegs auszuschließen ist. Und die Diskussion über Enteignungen beschränkt sich längst nicht mehr auf Berlin.

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