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Lebensmittelhändler Tegut : Corona-Bonus für die Belegschaft

Umsatz gesteigert, Boni gezahlt: Handelskette Tegut Bild: Rainer Wohlfahrt

Tegut gewinnt weiter an Boden. Der Fuldaer Lebenshändler steigert den Umsatz, stellt ein und belohnt seine Beschäftigten.

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          Die Supermarktkette Tegut hat ihren Umsatz im vergangenen Jahr um 18 Prozent steigern können. Wie das Unternehmen aus Fulda am Mittwoch mitteilte, erhöhte sich der Umsatz von 1,069 Milliarden Euro auf 1,26 Milliarden. 2019 hatte Tegut zum ersten Mal die Grenze von einer Milliarde überschritten. Das vergangene Jahr habe dazu beigetragen, dass die Menschen eine andere Perspektive auf ihre Gesundheit entwickelt und bewusster eingekauft hätten, heißt es in einer Pressemitteilung – der Anteil der Bio-Produkten an den verkauften Lebensmitteln sei von 28 auf 30,1 gestiegen. Auch der Anteil von Waren aus dem regionalen Anbau sei gewachsen.

          Manfred Köhler

          Stellvertretender Ressortleiter des Regionalteils der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und verantwortlicher Redakteur des Wirtschaftsmagazins Metropol.

          Die Zahl der Beschäftigten hat Tegut nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr um 13 Prozent erhöht. Damit sei die Zahl erstmals auf mehr als 8000 gestiegen. Ihnen hat das Management in zwei Tranchen zwei Millionen Euro als „Corona-Sonderleistung“ ausgezahlt, wie der Lebensmittelhändler weiter mitteilte. Zuletzt hat schon der hessische Ökomode-Händler Hess Natur über ein Rekordjahr berichtet einschließlich einer Mitarbeiterbeteiligung in nie dagewesener Höhe.

          „Wegweisende Weichen“

          Tegut-Geschäftsführer Thomas Gutberlet hob hervor, das Unternehmen habe trotz der Corona-Pandemie mit der Eröffnung des ersten Ladens ohne Personal „wegweisende Weichen“ für den Einzelhandel der Zukunft gestellt. Die Handelskette hat demnach solch ein Ladenlokal im November in Fulda eröffnet, bis Ende dieses Jahres sind nach Angaben zufolge bis zu zehn weitere Geschäfte dieser Art geplant, die als „Teo“ firmieren.

          Zudem eröffnete Tegut im vergangene Jahr sieben herkömmliche Märkte, fünf hat Unternehmen renovieren lassen. Als „Meilenstein“ wird in der Pressemitteilung die Eröffnung des ersten Marktes in München bezeichnet. Ende 2020 betrieb die Handelskette in ganz Deutschland 283 Supermärkte. Auch für das neue Jahr seien Eröffnungen geplant, unter anderem in Frankfurt.

          In Darmstadt und im Frankfurter Süden könnten Kunden außerdem seit dem vergangenen Sommer Einkäufe online über Amazon Prime now erledigen, die Ware werde dann noch am gleichen Tag nach Hause geliefert. In mehreren Märkten biete Tegut jetzt bis zu 144 verschiedene Produkte unverpackt an. Schließlich habe der Händler im vergangenen Jahr mit dem Bau eines Zentrallagers in Michelsrombach nahe Fulda begonnen.

          Gutberlet äußerte, das Unternehmen sei auch in schwierigen Zeiten auf einem guten Weg. Angaben zum Ergebnis macht die Handelskette, die zum schweizerischen Migros-Konzern gehört, traditionell nicht.

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