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F.A.Z. exklusiv : Lastwagenhersteller schlagen bei CO2-Plänen Alarm

LKW sind für moderne Lieferketten unverzichtbar Bild: Jan Potente

Nicht nur Autos, auch Lkw sollen bald deutlich weniger Kohlendioxid ausstoßen. Die angepeilten Ziele halten führende Hersteller wie Daimler und MAN jedoch für technisch und wirtschaftlich nicht machbar.

          3 Min.

          Wenn es um die künftige Reduzierung des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) im Straßenverkehr geht, dreht sich die Debatte derzeit vor allem um Personenwagen, deren Halter und Hersteller. Dabei kommen auch auf die Lastwagenproduzenten bald CO2-Reduzierungsziele zu. Zum ersten Mal überhaupt will die Europäische Union Nutzfahrzeugherstellern vorschreiben, um wie viel Prozent sie den Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Flotten künftig reduzieren sollen. Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, die Emissionen bezogen auf das Referenzjahr 2019 bis zum Jahr 2030 in zwei Schritten um insgesamt 30 Prozent zu senken. Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments plädierte kürzlich sogar für eine Senkung um 35 Prozent. Führende Nutzfahrzeughersteller schlagen deshalb nun Alarm. Sie halten die Pläne für unerreichbar.

          Martin Gropp
          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Die europäischen Reduzierungsziele bereiten uns wirklich große Sorgen“, sagt Martin Daum, Vorstandsmitglied der Daimler AG und Leiter der Nutzfahrzeugsparte des Stuttgarter Unternehmens, der F.A.Z. „Werden sie so hoch angesetzt wie geplant, betrifft das nicht nur Daimler als Nutzfahrzeughersteller, sondern die gesamte Volkswirtschaft in Europa, weil dadurch der Gütertransport deutlich teurer würde.“ Höhere Transportkosten seien Gift für das arbeitsteilige Wirtschaftssystem, „weil ganze Wertschöpfungsketten verlagert werden könnten“, sagt Daum.

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