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Lanxess-Chef Matthias Zachert : „Ich maße mir nicht an, China Vorgaben zu machen“

China ist einer der größten Märkte der Welt – nicht nur in der Chemiebranche. Bild: AFP

Die Kritik an der Volkspartei wächst – doch Chemie ohne China ist kaum vorstellbar. Matthias Zachert, Chef des Spezialchemiekonzerns Lanxess, über sein Engagement in Fernost, regionale Lieferketten und neue Batterietechnik

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          Herr Zachert, Lanxess hat acht Werke in China, die in der Corona-Krise alle heruntergefahren wurden. Laufen die wieder auf 100 Prozent?
          China ist komplett zurück, allerdings noch nicht auf Volllast. Insgesamt ist Asien gut durch die erste Corona-Welle gekommen. Auch in den europäischen Werken und in anderen Teilen der Welt läuft die Produktion erfreulicherweise stabil, weil wir aus den Lehren in China schnell Konsequenzen gezogen haben, was Schutzmasken, Schichtsysteme und Sicherheitskonzepte insgesamt angeht. Derzeit beobachten wir genau, wie sich Amerika und Brasilien entwickeln.

          Jonas Jansen

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Die politische Führung Chinas wird schon länger kritisiert, mit dem neuen Sicherheitsgesetz ist der Ton nochmal schärfer geworden. Müssen Unternehmen da nicht auch mehr Verantwortung übernehmen?
          China ist der größte Chemiemarkt der Welt, er vereint 40 Prozent des Marktes und verzeichnet das größte Wachstum. Wir haben mehr als 1000 Mitarbeiter in China und werden dort auch ganz klar zukünftig präsent sein. Natürlich würden wir Deutschen uns freuen, wenn alle Länder dasselbe Demokratie- und Rechtsverständnis und ähnliche Governance-Standards hätten wie wir. Aber China hat 1,3 Milliarden Einwohner, und wir in der westlichen Welt tun uns auch nach jahrzehntelangem Kontakt manchmal schwer damit, die Denkweisen in diesem riesigen Land zu verstehen. Ich maße mir nicht an, China Vorgaben zu machen.

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