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Landgericht Braunschweig : Amerika verklagt Volkswagen

  • Aktualisiert am

VW-Werk in Wolfsburg Bild: dpa

Die amerikanische Regierung verlangt von Volkswagen laut einem Zeitungsbericht Schadenersatz in dreistelliger Millionenhöhe. Grund sind Verluste amerikanischer Pensionsfonds.

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          Die Vereinigten Staaten haben Volkswagen laut einem Zeitungsbericht vor dem Landgericht Braunschweig auf Schadensersatz verklagt. Dabei soll es um einen Betrag in dreistelliger Millionenhöhe gehen, berichtete die „Bild am Sonntag“. Demnach sollen mehrere amerikanische Pensionsfonds durch den Absturz der Aktie im Zuge des Dieselskandals einen massiven finanziellen Schaden erlitten haben.

          Das amerikanische Justizministerium wird in dem Rechtsstreit laut dem Zeitungsbericht von einer deutschen Kanzlei in Frankfurt vertreten.

          Derzeit klagen Hunderte VW-Anleger auf einen Schadensersatz von insgesamt neun Milliarden Euro. Sie werfen dem Konzern vor, seine Mitteilungspflichten im Zusammenhang mit dem Abgasbetrug verletzt zu haben.

          Auch der Autozulieferer Bosch hat wegen möglicher Mitschuld im Abgasskandal juristische Probleme. Er muss sich einer amerikanischen Sammelklage von VW-Händlern stellen. Einen Antrag auf Klageabweisung wies der zuständige Richter Charles Breyer Ende Oktober in allen Punkten ab. Die Klage sei begründet, die Argumente von Bosch überzeugten nicht, entschied das Gericht. Der Stuttgarter Firma wird Verschwörung zum Abgasbetrug vorgeworfen. Bosch weist dies zurück.

          Konkret geht es darum, dass Bosch Volkswagen Software lieferte, die in großem Stil zur Manipulation von Abgaswerten bei Dieselwagen genutzt wurde. Gestritten wird darum, ob und inwieweit der Zulieferer über den Betrug informiert und beteiligt war.

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          Unser Autor: Martin Benninghoff

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