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Landesbanken : Bei der BayernLB drohen Kündigungen

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Die Bayerische Landesbank, die zweitgrößte deutsche Landesbank, rechnet bei ihrem beschleunigten Stellenabbau auch mit Kündigungen.

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          Die Bayerische Landesbank, München, die zweitgrößte deutsche Landesbank, rechnet bei ihrem beschleunigten Stellenabbau auch mit Kündigungen. Er befürchte, daß "einvernehmliche Maßnahmen alleine nicht ausreichend sind", sagte der Vorstandschef der BayernLB, Werner Schmidt, auf der Bilanzpressekonferenz am Dienstag in München. Das staatliche Kreditinstitut hatte Ende vergangenen Jahres angekündigt, die Streichung von insgesamt 1000 Stellen noch 2004 und damit rascher als ursprünglich geplant umzusetzen.

          In Einzelfällen sei es bereits zu Kündigungen gekommen, sagte ein Bank-Sprecher. Vergangenes Jahr sank die Mitarbeiterzahl im Konzern bereits um 544 auf 9061 Angestellte. Unter anderem wurden alle inländischen Niederlassungen außerhalb Bayerns geschlossen. Der weitere Stellenabbau soll etwa zu gleichen Teilen im Inland und im Ausland erfolgen. Wie andere Landesbanken muß die BayernLB ihr Geschäft wegen der ab Mitte 2005 wegfallenden staatlichen Garantien für die Institute neu ausrichten. Von ihrem Ziel, dann eine Eigenkapitalrendite von 15 Prozent zu erreichen, ist die Bank freilich noch weit entfernt.

          Im Geschäftsjahr 2003 hat die BayernLB ihr Betriebsergebnis mehr als verdoppelt. Die Bank profitierte dabei von Kostensenkungen und einer gegenüber 2002 deutlich verringerten Risikovorsorge im Kreditgeschäft. Damals hatte vor allem die Kirch-Pleite, dessen Hauptgläubiger die BayernLB war, diesen Posten nach oben getrieben. Trotz der Verbesserung im operativen Geschäft fiel das Ergebnis nach Steuern (Jahresüberschuß) niedriger aus als im Vorjahr. Ausschlaggebend waren dabei unter anderem Sonderaufwendungen für den Stellenabbau. Außerdem mußte die Bank 2003 Ertragssteuern zahlen, während im Vorjahr eine Steuergutschrift anfiel. Für das laufende Geschäftsjahr zeigte sich BayernLB-Chef Schmidt optimistisch: Die Risikovorsorge solle weiter sinken und das Betriebsergebnis steigen. Im ersten Quartal verbesserte sich das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge um 7,9 Prozent auf 367 Millionen Euro. (theu.)

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