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Landesbank in Not : Bayern LB will Milliarden bei Pensionen sparen

  • Aktualisiert am

Mitarbeiter zahlen den Preis für Fehlspekulationen Bild: dpa

Die Bayerische Landesbank will bei ihren Mitarbeiterpensionen drastisch sparen. Die Ausgaben für die Altersversorgung sollen in den kommenden Jahren von rund zwei Milliarden Euro auf nur noch 300 Millionen Euro sinken.

          Die Bayerische Landesbank will zahlreichen Mitarbeitern die Pensionen kürzen und damit mehr als eine Milliarde Euro einsparen. Die bisherige beamtenähnliche Versorgung der Beschäftigten solle auf ein marktübliches System umgestellt werden, hieß es am Samstag in Bankenkreisen. Damit wurde ein Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ bestätigt. Ein Sprecher der Bayern LB wollte sich am nicht dazu äußern.

          Die Bayern LB war im vergangenen Jahr durch Fehlspekulationen auf dem amerikanischen Hypothekenmarkt in Schieflage geraten und musste vom Freistaat Bayern mit 10 Milliarden Euro gestützt werden. 2008 fiel ein operativer Verlust von etwa fünf Milliarden Euro an, auch in diesem Jahr droht ein Minus. Weltweit werden als Konsequenz der Krise rund 5600 der zuletzt etwa 20.000 Arbeitsplätze gestrichen.

          Von der Änderung des Pensionssystems sind mehr als 2000 Beschäftigte betroffen, die vor dem Jahr 2002 bei der Bayern LB eingestellt wurden. Viele von ihnen hätten nach den alten Konditionen nach 20 Jahren das Recht auf eine beamtenähnliche Versorgung und müssen nun auf dieses Privileg verzichten. „Es ist nur konsequent, wenn eine Bank, die mit 10 Milliarden Euro vom Freistaat Bayern unterstützt werden musste, ihre Strukturen hinterfragt und auf ein zeitgemäßes Niveau bringt“, hieß es im Umfeld der Bank.

          Bei den Mitarbeitern sorgen die Pläne, an der die Bayern LB bereits seit Monaten arbeitet, für Unruhe. Es gebe schon erste Klagen dagegen, hieß es. Das Volumen der Altersversorgung verringere sich durch den Umbau von derzeit rund zwei Milliarden Euro auf etwa 300 Millionen Euro.

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