https://www.faz.net/-gqe-75tpd

Kürzungen in Deutschland : Commerzbank will rund 6000 Stellen abbauen

Gerüchte über einen Stellenabbau bei der Commerzbank in Deutschland gibt es schon seit dem Herbst. Bild: Wresch, Jonas

Zwischen 10 und 15 Prozent ihrer Belegschaft will die Commerzbank im deutschen Geschäft abbauen. Im Februar werden Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen, verlautete aus Finanzkreisen.

          Die Commerzbank will im deutschen Geschäft 10 bis 15 Prozent der Belegschaft abbauen. Dies verlautete am Donnerstag aus Finanzkreisen. Das entspricht bei 43.400 Mitarbeitern in Deutschland einem Abbau von 4000 bis 6500 Stellen. Allerdings handele es sich dabei nur um eine vorläufige Größenordnung, bevor im Februar die Gespräche mit dem Betriebsrat aufgenommen werden, hieß es. Nach Informationen aus Finanzkreisen gibt es in den Verhandlungen noch zahlreiche Stellschrauben, die zu einem geringeren Stellenabbau führen könnten.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Privatkundenvorstand Martin Zielke hatte kürzlich im Gespräch mit dieser Zeitung eine Flexibilisierung der Arbeitszeiten in den Filialen als ein Ziel der Verhandlungen genannt. So sollten die Mitarbeiter in den 1200 Commerzbank-Filialen abhängig vom Kundenbedarf flexibler eingesetzt werden. „Je besser unser Angebot ist, je zufriedener unsere Kunden sind, um so stärker sind wir damit auf der Ertragsseite und umso weniger Personal müssen wir abbauen“, sagte Zielke. Die Profitabilität im Filialgeschäft war in den vergangenen Jahren sehr schwach, zum Teil verdiente die Commerzbank kein Geld. Insgesamt strebt der Vorstand bis zum Jahr 2016 eine Reduzierung der Kostenbasis um 10 bis 15 Prozent an. Schon im Herbst 2012 waren Gerüchte über einen Abbau von 6000 Stellen aufgekommen.

          Weitere Themen

          Erneute Warnstreiks bei der Bahn Video-Seite öffnen

          EVG kündigt Streiks an : Erneute Warnstreiks bei der Bahn

          Bahn-Reisende müssen sich auf Streiks in der Vorweihnachtszeit einstellen. Die EVG erklärte die laufenden Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn für gescheitert. Bereits in den nächsten Tagen ist mit erheblichen Zugausfällen zu rechnen.

          Starke Kritik an Vereinigten Staaten Video-Seite öffnen

          Nach Huawei-Festnahme : Starke Kritik an Vereinigten Staaten

          Am Tag des Treffens zwischen Trump und Jinping ist die Tochter des Huawei-Gründers festgenommen worden. Die „Global Times“ wirft den Vereinigten Staaten vor, auf „einen verabscheuungswürdigen Schurkenansatz“ zurückzugreifen, da sie Huaweis 5G-Marktvorstoß nicht aufhalten könnten.

          Topmeldungen

          Nichts fährt mehr: Die Deutsche Bahn muss angesichts des Warnstreiks ihrer Mitarbeiter kapitulieren.

          Warnstreik : Deutsche Bahn stellt bundesweit Fernverkehr ein

          Im Fernverkehr rollt wegen des Warnstreiks am Montagmorgen kein Zug mehr. Auch im Regionalverkehr kommt es zu Einschränkungen. In Berlin und Frankfurt wurde der S-Bahn-Verkehr eingestellt.
          Präsident Donald Trump

          Vereinigte Staaten : Trump sucht nach neuem Stabschef

          Nick Ayers galt als Favorit für den Posten. Doch er will nicht die „rechte Hand“ des Präsidenten werden. Gleichzeitig bringen Ermittlungen Trump in die Defensive.
          Anne Will redete über Netzwerke in der Politik.

          TV-Kritik: „Anne Will“ : Die Macht der Netzwerke

          Anne Will versuchte zu erklären, wie sich Annegret-Kramp Karrenbauer durchsetzen konnte. Vieles dürfte ungewiss bleiben, nur eines scheint klar: Netzwerke bleiben für Politiker unerlässlich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.