https://www.faz.net/-gqe-99i6g

Künstliche Intelligenz : Die Roboter erobern neue Reviere

  • -Aktualisiert am

Ein Cobot stapelt Reisbällchen in einer Nahrungsmittelfabrik. Bild: Reuters

Sogenannte Cobots machen Karriere. Sie sind kleiner, flexibler und schneller zu programmieren als große Roboter: Start-ups zwingen die Platzhirsche der Branche zum Handeln.

          4 Min.

          Der Kollege Roboter ist kaum wiederzuerkennen. Ein großes Thema ist er auf der Hannover Messe zwar seit langem, schließlich ist er ein Herzstück der industriellen Automation. Aber die Vorzeigemodelle schrumpfen mehr und mehr. In Hannover wurden dem Publikum vor kurzem noch in aufwendigen Präsentationen Industrieroboter vorgestellt, die so groß wie Lastwagen waren und festgeschnallte Zuschauer durch die Luft wirbelten, als wären sie auf einer Achterbahn. Das demonstrierte, welche Kraft Roboter entfalten können. Dann aber kamen sogenannte kollaborative Roboter – kurz: Cobots – immer mehr ins Spiel, die kleiner sind, keinen Schutzkäfig brauchen und mit Sensoren und Kameras Menschen ausweichen, die ihnen zu nah kommen. Vor drei Jahren wurde vom Schweizer Industrieriesen ABB der vermeintlich erste dieser kleinen Helfer präsentiert, er bekam den Namen Yumi. Allerdings datieren auch andere Hersteller wie Kuka die Anfänge ihrer Cobot-Offensive in diese Zeit. In diesem Jahr nun geht die Schrumpfung weiter – jedenfalls was die Größe der beteiligten Unternehmen und die der Roboter betrifft. Der Markt selbst wächst Jahr für Jahr.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Neben Konzernen wie Kuka, ABB, Fanuc oder Yaskawa – die Top4 der Branche, die 70 bis 75 Prozent des Weltmarkts unter sich aufteilen – drängen immer mehr kleine und mittlere Unternehmen nach vorn. Ihre Stärke sind nicht die gewaltigen Industrieroboter, wie sie zum Beispiel in der Autoindustrie massenhaft zum Einsatz kommen, sondern kleinere Modelle mit wenigen Kilogramm Tragkraft und begrenzter Reichweite, die auch Mittelständlern oder Kleinstunternehmen zugutekommen können. Zu den Protagonisten dieser neuen Roboter-Nischen gehören Unternehmen wie Universal Robots aus Dänemark oder Rethink Robotics aus den Vereinigten Staaten, die neben einigen anderen für den Aufschwung und die Vorzüge kollaborativer Roboter stehen: kleiner, günstiger, flexibler und vor allem viel schneller zu programmieren.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          F.A.Z. PLUS:

            F.A.Z. digital

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          In Flensburg zu Hause: Andrea Paluch, Schriftstellerin, Musikerin, Dozentin, Sängerin, geht ihren eigenen Weg.

          Andrea Paluch : Sie geht ihren eigenen Weg

          Andrea Paluch, die Frau von Robert Habeck, hat ein Buch geschrieben. Liest man darin die Zukunft ihres Mannes? Eher nicht – denn Männer sind in dem Buch mit Absicht abwesend.

          Der neue EQS : 770 Kilometer soll er schaffen

          Der EQS ist die elektrische Version der S-Klasse und gleichzeitig deren Konkurrent. Mit beiden will Daimler dicke Margen einfahren.