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Saboteure : Betrüger sitzen oft im eigenen Unternehmen

Einfallstor Computer: Die Digitalisierung macht Mitarbeitern den Betrug einfacher. Bild: dpa

Vor allem Mittelständler wollen es nicht wahrhaben: Kriminelle Mitarbeiter fügen Unternehmen öfter Schaden zu als Externe. Ein autokratischer Führungsstil verschärft das Problem.

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          So etwas hatte die Krankenkasse noch nicht erlebt: Ein Mitarbeiter in der Finanzabteilung kopierte mehrfach Krankenhausrechnungen und legte die Duplikate neu in der Datenverarbeitung seines Hauses an. Nur trug er auf den Duplikaten seine Freundin als Zahlungsempfängerin ein. Auf diese Weise erbeutete er rund 380.000 Euro, damit finanzierte er die Spielsucht, die er mit seiner Partnerin teilte. Über solche Fälle klagen Arbeitgeber zunehmend. Die Anzahl der Fälle nimmt zu, die Schadensumme wächst, wie Vertreter der Versicherungswirtschaft am Mittwoch bei einem Pressegespräch in Berlin berichteten.

          Philipp Krohn

          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Der Versichererverband GDV wertete 2400 Fälle aus der Vertrauensschadenversicherung aus. Dabei zeigte sich, dass in gut zwei Drittel der Fälle interne Täter das Unternehmen schädigten. An der Schadensumme von 225 Millionen Euro ist der Anteil der Innentäter sogar noch höher: Sie verursachten drei Viertel der Schäden, für die Versicherer aufkommen mussten.

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