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Nahe Izmir : Krieg in Syrien gefährdet VW-Werk in der Türkei

Präsident Erdogan erklärt sich gegenüber Journalisten. Bild: dpa

Eigentlich war die Sache in trockenen Tüchern, nahe Izmir wollte VW sein erstes türkisches Pkw-Werk errichten. Doch weil Erdogans Truppen in Nordsyrien einmarschiert sind und dort die Kurden bekämpfen, wachsen die Zweifel an der Standortentscheidung.

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          Eigentlich war alles geritzt für eine der größten deutschen Investitionen in der Türkei. Nach einer langen Standortsuche und vielen Verhandlungen hat sich der Volkswagen-Konzern entschieden, sein neues Südosteuropa-Werk in der Türkei zu bauen. Anfang Oktober ließen die Wolfsburger dafür eine Tochtergesellschaft in der Stadt Manisa nahe Izmir ins Handelsregister eintragen.

          Christian Geinitz

          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel- und Südosteuropa und Türkei mit Sitz in Wien.

          Selbst Länder innerhalb der EU, zum Beispiel Rumänien oder Bulgarien, konnten sich gegen die Attraktivität des kleinasiatischen Landes nicht durchsetzen. Geschätzte Investitionskosten: 1,2 bis 1,5 Milliarden Euro von Volkswagen selbst sowie eine weitere Milliarde von den Zulieferern. VW könnte 4000 Mitarbeiter in Manisa einstellen, die Zulieferer weitere 25.000.

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