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Klimafreundliche Kreuzfahrt : Aida setzt auf Batterien an Bord

Erster: Noch ist die Aidanova das einzige mit Flüssiggas betriebene Kreuzfahrtschiff. Bild: obs

Die Aidanova ist das einzige mit emissionsarmem Flüssiggas betriebene Urlaubsschiff der Welt. Und die Reederei möchte Vorreiter in Sachen Umweltschutz bleiben. Dafür ist ein weiteres Projekt geplant.

          3 Min.

          Vorreiter sein – in dieser Rolle gefällt sich die Kreuzfahrtreederei Aida. Man ist mit Abstand Marktführer, hatte im vergangenen Jahr mehr als eine Million deutschsprachige Passagiere – in etwa doppelt so viele wie Verfolger TUI Cruises. Sogar die Kritiker vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) haben das jüngste Schiff auf Platz eins ihres Umweltrankings gesetzt: Die Aidanova ist bislang das einzige mit emissionsarmem Flüssiggas (LNG) betriebene Urlauberschiff der Welt. Aida-Chef Felix Eichhorn will den Vorsprung halten. Dazu passt die Ankündigung, 2020 erstmals Batterietechnik zum emissionsfreien Fahren einsetzen zu wollen. „Unser langfristiges Ziel ist die emissionsneutrale Kreuzfahrt, darauf arbeiten wir in Etappen hin“, sagt er. „Der Einsatz von Batterien an Bord eines unserer Schiffe ist ein weiterer Baustein auf dem Weg zu diesem Ziel.“

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Weniger zum großen Ziel passt, dass die Reederei ein anderes Klimaprojekt beendet hat. Seit 2016 fuhren die Schiffe Aidaprima und Aidaperla von Hamburg über die Nordsee und durch den Ärmelkanal und sollten während der Liegezeit keinen Diesel, sondern LNG verbrennen. Damit ist es vorbei. Die aktuell auf der Hamburg-Ärmelkanal-Route eingesetzte Aidaperla bekommt kein Flüssiggas mehr. Die Gründe klingen wie ein Lehrstück über bürokratische, technische und praktische Hürden. Von einem Scheitern will Eichhorn nicht sprechen: „Unser Ziel war es, Schiffe komplett mit Flüssiggas betreiben zu können, das haben wir Ende 2018 mit der Indienststellung von Aidanova erreicht. Das wäre ohne den Vorlauf mit der LNG-Versorgung in Häfen nicht so schnell zu erreichen gewesen.“

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