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Zahlungsmittel : Kreditkarten droht Chip-Engpass

Kontaktlos bezahlen mit Karte oder mit Smartphone beim Bäcker in der Frankfurter Bergerstraße. Bild: F.A.Z.

Was für Auto und Konsumelektronik gilt, trifft auch auf Kreditkarten zu: Ohne Chips funktionieren sie nicht. Jährlich kommen Milliarden neue Karten hinzu. Das könnte Folgen für die Verbraucher haben.

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          Die Engpässe in den Lieferungen von Halbleitern treffen nicht nur Autohersteller, Unterhaltungs- und Konsumelektronik oder Hersteller von Industrieanlagen. Ein Mangel zeichnet sich spätestens im nächsten Jahr auch für ein kleines, gerade einmal fünf Gramm schweres Alltagsprodukt ab: die Geld- und die Kreditkarte. Jede ist mit einem kleinen, 10 x 8 Millimeter großen Chip ausgestattet. Es geht nicht um Kleinigkeiten: Auf der Welt sind immerhin rund 18 Milliarden Bezahlkarten im Umlauf, und Jahr für Jahr erreicht das Ersatzvolumen etwa 3,2 bis 3,4 Milliarden Stück.

          Rüdiger Köhn
          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

          Spätestens wenn man die Anwendungen der kleinen elektronischen Elemente in Identitätsdokumenten wie Pässe und Ausweise oder in Krankenkassenkarten hinzurechnet, sind die Bedenken von Ralf Wintergerst, Vorstandsvorsitzenden von Giesecke + Devrient (G+D), nachzuvollziehen: „G+D spürt die Knappheit und wir sehen uns mit dem Thema konfrontiert“, sagt er der F.A.Z. „Wir bekommen das in diesem Jahr aber gut hin.“ Er fügt im gleichen Atemzug hinzu: „Für nächstes Jahr sehe ich die Situation hingegen mit Sorge.“ Es werde viel Bewegung geben, wenn es um die Beschaffung gehe. „Vor allem aber wird mit beträchtlichen Preissteigerungen für Chips zu rechnen sein.“

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