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Chef der Kosmetikholding Coty : Freund der Familie

Peter Harf Bild: Tinka & Frank Dietz / Agentur Fo

Peter Harf ist der strategische Kopf hinter dem märchenhaften Aufstieg der Reimanns zu einer der reichsten Familien der Welt. Jetzt will es sich der 74 Jahre alte Kölner noch einmal beweisen: als Chef der angeschlagenen Kosmetikholding Coty.

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          Sein Vorbild ist Warren Buffett. Der, wie Peter Harf selbst sagt, „größte Investor der Welt“. Wie sein amerikanisches Idol hat Harf über viele Jahre ein Firmenkonglomerat aufgebaut, wie es nur wenige gibt auf der Welt – ein „langfristig orientiertes Investmentvehikel“ mit dem unscheinbaren Namen JAB. Zuerst hat Harf nur das Vermögen der Reimanns vermehrt, die verschwiegenen Erben des Ludwigshafener Chemieunternehmens Benckiser. Später, als das Rad größer wurde, hat er befreundete Investoren dazugeholt.

          Bernd Freytag
          Wirtschaftskorrespondent Rhein-Neckar-Saar mit Sitz in Mainz.

          Stiftungen, Industrielle, reiche Familien. Regelrecht Gläubige, die wie die Anhänger Buffetts ihrem Vordenker scheinbar blind vertrauen. Abermilliarden hat Harf so ausgegeben für Unternehmenskäufe. Große und ganz große Unternehmen gekauft. „Schnelldrehende Konsumgüter“ zumeist: Kosmetik, Getränke, Kaffee, Luxusmarken, Fastfood-Restaurants, Tierkliniken. Und aus dem Sammelsurium immer neue Gebilde geformt. Teile wieder abgestoßen, andere neu zusammengefügt, wieder andere an die Börse gebracht – wie gerade eben den Kaffeekonzern JDE Peet’s.

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