Konzerne verlassen Russland :
Onkel Wanja statt McDonald’s

Lesezeit: 4 Min.
Bald in russischer Hand? McDonald’s-Restaurant in Moskau
Unternehmen, die Russland verlassen wollen, wird nun sogar mit der Festnahme von Managern gedroht. Und der Kreml tut so, als sei der Exodus kein Problem, obwohl der Zahlungsausfall mit teilweise eingefrorenem Vermögen droht.

Seit bekannt ist, dass McDonald’s seine Restaurants in Russland wegen des Krieges gegen die Ukraine vorerst für drei Monate schließen will, bemüht sich der Kreml, die Trauer der Russen darüber ins Lächerliche zu ziehen. So verbreiteten am Sonntag viele Staatsmedien die Meldung, ein 270 Kilo schwerer Mann habe sich mit Handschellen an die Eingangstür der Filiale gekettet, die 1990 als erste Burger und Fritten in die damals sowjetische Hauptstadt brachte. Auch ein krudes „Manifest“ des Demonstranten wurde zitiert, in dem er dem Westen vorwarf, ihn mit den Sanktionen in seiner Lebensart und Freiheit einzuschränken. Weitere Folgen hatte die Aktion indes nicht; McDonald’s bestätigte am Montag, die Filialen in Russland blieben von Dienstag an vorerst geschlossen.

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