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Gewerkschafter in Italien : „Konzerne sind Barrieren gegen die Mafia“

Nicht so idyllisch wie es scheint: Die Mafia ist ein großes Problem in Neapel. Bild: picture-alliance / dpa

Bei Neapel erhält ein Alfa-Romeo-Werk eine neue Chance. Die Gewerkschaften freuen sich. Doch manche sehen die Konzerne als Inseln ohne Kontakt nach außen.

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          Schmucklos liegt das Werk in der Landschaft am Fuße des Vesuvs. Die hellblauen Flachdächer und mattgrauen Wände mit den metallenen Versorgungsrohren sind in der süditalienischen Sonne blass geworden. In ihrem Inneren beherbergt die schlichte Architektur am Rande Neapels indes eine der modernsten Autofabriken Europas. Hier ist nicht nur der Boden blitzblank, leuchten die Hebebühnen grellgelb und sind die Zäune zwischen den Arbeitsstationen tiefblau.

          Christian Schubert
          Wirtschaftskorrespondent für Italien und Griechenland.

          Mehr als 750 Roboter schweißen, spritzen, schrauben und setzen Scheiben in die Karosserien. Sensoren und Scanner durchleuchten die Wagen auf Schwachstellen. Niemand muss sich unter ein Auto bücken, stattdessen werden die Unterseiten der Karosserien den Arbeitern ergonomisch angenehm zugedreht. „Arme höher als die Schulter – das wollen wir vermeiden“, sagt der Werksleiter Alessio Leonardi.

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