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Konzern-Aufspaltungen : Schnelligkeit schlägt Größe

Der neue Zetro, noch aus dem Hause Daimler-Benz. Bild: Daimler AG

Das Ende des integrierten Daimler-Konzerns ist ein strategischer Zug. Auf vielen börsennotierten Konzernen lastet derzeit ein enormer Aufspaltungsdruck. Das hat vor allem zwei Gründe.

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          Das Adjektiv „historisch“ sollte man sparsam gebrauchen. Was der schwäbische Automobilkonzern Daimler jetzt bekanntgegeben hat, darf aber mit Fug und Recht als tiefe Zäsur für die Unternehmensgeschichte sowie die gesamte deutsche Autobranche bezeichnet werden. Denn die künftige Neuaufteilung bedeutet weit mehr als die bloße Abspaltung der Lastwagensparte.

          Es kommt zu einer weitgehenden Trennung der Bereiche, wenn der Hersteller von Premiumautos nur noch einen Minderheitsanteil an einer eigenständigen Lastwageneinheit haben wird. Dass der Name Daimler künftig höchstens noch mit schweren Nutzfahrzeugen in Verbindung gebracht werden soll, während Sportwagen und SUV unter Mercedes-Benz firmieren, wird dabei einigen Traditionalisten aus der Seele sprechen. Doch das Ende des integrierten Daimler-Konzerns ist alles andere als ein Zurück in die Vergangenheit, sondern ein strategischer Zug, um eine Perle der deutschen Automobilindustrie zukunftsfähig zu machen.

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