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Konjunktur : Mehrwertsteuer bremst Wachstum in der Autobranche

  • Aktualisiert am

Vor der Mehrwertsteuererhöhung gibt die Autobranche nochmal Gas Bild: picture-alliance/ dpa

Auch im kommenden Jahr rechnet die Auto-Industrie mit einem stagnierenden Absatz. Die Exporte sollen zurückgehen. Jetzt hofft die Branche auf das Weihnachtsgeschäft.

          Insgesamt sei das Autojahr 2006 grundsolide, sagte Bernd Gottschalk, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA). Für Anfang 2007 erwartet die Autoindustrie wegen der Mehrwertsteuererhöhung ein „ungewolltes Bremsmanöver“ bei den Pkw-Verkäufen.

          Darüber hinaus schwächten Mehrbelastungen durch die hohen Kraftstoffpreise die Kaufkraft der Verbraucher immer noch, hieß es. “Ohne diese Wirkungen hätte sich zumindest der seit drei Jahren erkennbare Trend einer sich Jahr für Jahr und Schritt für Schritt belebenden Automobilkonjunktur fortgesetzt“, sagte VGottschalk.

          „Viele Gründe für moderates Wachstum“

          Eine Vielzahl neuer Modelle und Varianten der Hersteller und das steigende Durchschnittsalter des Pkw-Bestandes “wären Gründe genug für weiteres moderates Wachstum“.

          Die Pkw-Neuzulassungen im Inland dürften 2007“in der Nähe“ von 3,4 Millionen Fahrzeuge liegen und damit auf dem im zu Ende gehenden Jahr erwarteten Niveau, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit.

          „Gutes Weihnachtsgeschäft“

          Im Juli hatte der VDA seine Prognose für 2006 auf 3,4 (Vorjahr: 3,34) Millionen Pkw leicht angehoben. Im November stiegen die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland nach Schätzungen des VDA um 18 Prozent auf 326.000 Fahrzeuge. Im Dezember erwarte der Verband ein“gutes Weihnachtsgeschäft“.

          Die Stütze der Autokonjunktur im vergangenen Jahr war - getragen von einer hohen Diesel-Nachfrage - der Export. Mit nahezu 3,9 Millionen ausgeführten Pkw dürfte im vierten Jahr in Folge ein Rekordstand erreicht werden.

          2007 rechnet der VDA auf den Märkten in USA und Westeuropa allerdings mit rückläufigen Exporten. Unter dem Strich solle aber die Zahl der in alle Welt exportierten deutschen Autos stabil bleiben.

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