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Kommunikationssoftware : „Slack und Teams erfüllen ganz verschiedene Zwecke“

Kommunikation, hier einmal ganz undigital: Slack-Büro in San Francisco. Bild: babiradpicture - abp

Kommunikationsdienste auf Kollisionskurs: Slack-Vorstandschef Stewart Butterfield spricht über Microsofts Geschäftspraktiken, den bevorstehenden Verkauf an Salesforce und Slacks Rolle in der Arbeitswelt der Zukunft.

          5 Min.

          Stewart Butterfield steht gerade vor einer Zäsur. Die Tage des von ihm gegründeten und geführten Bürokommunikationsdienstes Slack als unabhängiges Unternehmen sind bald gezählt. In den nächsten Wochen dürfte die im Dezember vereinbarte Übernahme von Slack durch den Softwareanbieter Salesforce.com vollzogen werden. Es ist eine Mega-Transaktion, die sich Salesforce fast 28 Milliarden Dollar kosten lässt. Butterfield gibt im Gespräch mit der F.A.Z. zu, dass etwas Wehmut im Spiel sei. Slack habe seine Unabhängigkeit immer geschätzt und vorherige Übernahmeangebote nie ernsthaft in Erwägung gezogen. Aber er sagt, mit Salesforce verbinde ihn eine „gemeinsame Vision“, wie die Softwarewelt der Zukunft aussehen sollte.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Die Fusionspartner haben auch einen gemeinsamen und ungleich größeren Gegner, den Softwarekonzern Microsoft. Beide konkurrieren mit Microsoft-Produkten, für Slack ist das Teams. Dabei wirft Slack Microsoft vor, im Wettbewerb unsaubere Methoden einzusetzen, und hat deshalb im vergangenen Jahr sogar eine Kartellbeschwerde bei der EU-Kommission eingereicht. Butterfield meint, Microsoft sollte „absolut“ in ähnlicher Weise Gegenstand der Diskussion um die Macht der Tech-Giganten sein, wie dies im Moment für Google, Facebook, Amazon und Apple gilt.

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