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Kommentar zur Nord LB : Genug Geld verbrannt

  • -Aktualisiert am

Die Nord LB wird verkauft – nur an wen? Bild: dpa

Niedersachsen und Sachsen-Anhalt müssen die Kröte schlucken: Sie sollten das Angebot der privaten Finanzinvestoren Cerberus und Centerbridge für die Nord LB annehmen. Alles andere ist teuer und riskant – für den Steuerzahler.

          Das Angebot der beiden privaten Finanzinvestoren Cerberus und Centerbridge für einen Anteil von jeweils 24,9 Prozent an der Norddeutschen Landesbank ist erwartungsgemäß für die Bundesländer Niedersachsen und Sachsen-Anhalt schwer verdaulich. Als Kröten sollen die Alteigner schlucken, dass sie Pensionsverpflichtungen für die fast 6000 Mitarbeiter der Landesbank und Risiken für Anleihen aus der Zeit der Gewährträgerhaftung in Milliardenhöhe übernehmen.

          Dennoch ist dieses Angebot vorteilhafter als das sich abzeichnende Konkurrenzangebot der Sparkassengruppe. Die öffentlich-rechtlichen Banken wollen rund 1 Milliarde Euro an Stützungsmitteln für die Nord LB locker machen – Geld, das letztlich den Steuerzahlern gehört.

          Damit wäre das Risiko hoch, dass die EU-Kommission wegen öffentlicher Beihilfen ein langwieriges Wettbewerbsverfahren einleitet. Das Risiko kann Niedersachsen als maßgeblicher Träger der Nord LB ausschließen, indem es sich für die privaten Investoren entscheidet.

          Öffentliche Eigner haben genug Geld in Banken verbrannt. Jede private Kapitalquelle ist zu begrüßen, weil sie die Finanzstabilität erhöht und Geld der Steuerzahler schont.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

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