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Geschlossene Innenstädte : Nach dem Ladenschluss

Menschenleere Fußgängerzonen wie hier in Erfurt: Der Lockdown trifft den Handel in der Adventszeit. Jetzt sollte das Geschäft eigentlich brummen. Bild: dpa

Der Innenstadthandel hat in der Corona-Pandemie schwer zu kämpfen. Doch für einen Abgesang ist es zu früh. Ladengeschäfte und Online-Kanäle schließen sich nicht aus: Es braucht beides.

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          Noch am Samstag warnten mehrere stationäre Handelsketten in einem offenen Brief an die Bundesregierung vor einem Lockdown für die Branche. Das „wäre das Ende der Innenstädte, wie wir sie heute kennen“, klagten die Unternehmen, darunter die Modekette New Yorker und Discounter Tedi. Damit könnten sie recht haben, denn das Klagen der Händler fand kein Gehör. Mitte der Woche mussten alle Einzelhandelsgeschäfte wieder schließen, die nicht dem täglichen Bedarf dienen. Vorerst bis zum 10. Januar, doch sehr wahrscheinlich dürfte diese Frist noch mal verlängert werden.

          Obwohl die Vertreter der Branche das Einkaufen durch Hygieneauflagen für sicher erachten und über den Lockdown schimpfen, sollte jedem mit einem Blick auf die hohen Infektionszahlen klar sein, dass das die richtige Entscheidung war. Menschen stecken sich dort an, wo Menschen aufeinandertreffen. Und das kann leider trotz vorbeugender Hygienemaßnahmen auch im Laden oder auf dem Weg dahin der Fall sein.

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