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Entwicklung vor Verkauf? : An Opels Herz

  • -Aktualisiert am

Wie viel Leben steckt noch in Opel? Abgerissenes Plakat in Rüsselsheim. Bild: Jonas Wresch

Wer nicht mehr selbst entwickelt, wird zum nutzlosen Fortsatz eines Mutterkonzerns. Dieses Gefühl herrscht in Rüsselsheim vor – das sollte auch PSA wissen.

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          Im Entwicklungszentrum schlägt das Herz jedes Autoherstellers, bislang auch beim leidgeprüften Opel-Konzern in Rüsselsheim. Dass der französische Opel-Eigentümer PSA Peugeot Citroën nun erwägt, große Teile des Entwicklungszentrums zu verkaufen, ist ein weiterer Schlag für das einst stolze, aber schon lange Verluste schreibende Unternehmen.

          Der erst im Mai beigelegte Konflikt zwischen den Arbeitnehmervertretern und der neuen Unternehmensleitung ist damit zurück, die Mitarbeiter sind verunsichert. Das strahlt ab auf die potentiellen Käufer der Autos. Solange der Fortbestand des Unternehmens immer wieder in Rede steht und Opel damit zur Verlierermarke gestempelt wird, kommt der Autokonzern nicht in die Vorhand.

          Das dürfte auch die im Vorjahr eingestiegene Muttergesellschaft PSA wissen. Stößt sie tatsächlich Teile der Entwicklung ab, müsste ihr daran gelegen sein, sich gegenüber den Mitarbeitern verlässlich zu zeigen. Denen hat sie die Zusage gegeben, die Beschäftigung bis 2023 zu sichern.

          Bricht PSA diese Vereinbarung, stellt sich die Frage, wie viel die anderen Zusagen des Konzerns wert sind. Ein solcher Verdacht wird die Produktivität nicht steigern und die Marke belasten.

          Martin Gropp
          Redakteur in der Wirtschaft.

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