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Bankenfusionen : Ein Zug zu früh

  • -Aktualisiert am

Bankenviertel in Frankfurt. Bild: Marina Pepaj

Nach jahrelangem Zögern kommt Bewegung in Europas Bankenlandschaft. Aber während in Spanien schon Fakten geschaffen werden, kommen solche Pläne für die Deutsche Bank viel zu früh.

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          Es tut sich etwas in der europäischen Bankenszene. Seit Jahren wird angesichts der wegbrechenden Zinseinnahmen und steigender Kosten für IT und Regulierung über die Notwendigkeit von Fusionen diskutiert. Doch so häufig wie in den vergangenen Wochen haben Bankvorstände das Wort „Fusion“ schon lange nicht mehr in den Mund genommen.

          In Spanien werden schon Fakten geschaffen. Und vor allem der scheidende Chef der UBS, Sergio Ermotti, lässt mit seiner Einlassung, dass „der Zug den Bahnhof verlassen“ habe, kaum einen Zweifel daran, dass an den Gerüchten über die Fusionslust seines Verwaltungsratsvorsitzenden Axel Weber tatsächlich etwas dran ist. Die Sorgen vor den Folgen der Corona-Pandemie dürften manche Überlegungen beschleunigen. Größe macht Banken eben nicht nur gefährlich, sondern kann auch stabilisieren.

          Für die Deutsche Bank kommt das alles jedoch zu früh. Zwar hat Konzernchef Christian Sewing viel getan, um die schlimmste Misere der Bank zu überwinden. Doch die Neuausrichtung ist noch längst nicht abgeschlossen, die Renditeziele sind noch in weiter Ferne, und entsprechend ist der Marktwert ein Witz. Es braucht schon viel Phantasie, um die Deutsche Bank bei einer grenzüberschreitenden Fusion in einer aktiven Rolle zu sehen.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

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