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Kommentar zu Karstadt-Kaufhof : Mit Untermietern in die Zukunft

  • -Aktualisiert am

Filialen von Karstadt und Galeria Kaufhof liegen sich an einer Straße in Düsseldorf gegenüber. Bild: dpa

Bleibt der große Kahlschlag mit der Fusion von Karstadt und Kaufhof aus? Die Umstrukturierung des behäbigen Riesen wird einer Menge kreativer Ideen bedürfen. Die Eigentümer bleiben in der Pflicht.

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          Die Gesellschafter von Karstadt und Kaufhof werden erleichtert sein, dass das Bundeskartellamt in ihrem Fusionsvorhaben so reibungslos entschieden hat und nun der Feinschliff an zukünftigen Konzepten beginnen kann. Soll das aus der Not geborene Modell Deutsche Warenhaus AG wirtschaftlich funktionieren, wird es erheblicher Kosteneinschnitte und einer Menge kreativer Ideen bedürfen.

          Vor allem bleibt die berechtigte Frage nicht nur der Stadtväter, was mit den zahlreichen Doppelstandorten beider Marken geschieht. Angeblich soll der große Kahlschlag ausbleiben. Auch bei der Karstadt-Sanierung habe es deutlich weniger Schließungen gegeben als zunächst befürchtet, wird beruhigt. Schon heute werden in den Häusern große Flächen für attraktive Untermieter freigeräumt. Seien es Anbieter von Waren des täglichen Bedarfs oder hippe Anbieter, welche die Jugend anziehen sollen.

          Diesen Weg dürfte das künftige Management weiterverfolgen: die Umwandlung von Häusern zu bunten Marktplätzen, zu kleinen Einkaufs- und Dienstleistungszentren mit mehr Gastronomie, Erlebnisangeboten, Büros und womöglich begehrten innerstädtischen Wohnungen. Wenn das funktioniert, wäre das sogar eine Chance für die von Verödung bedrohten Innenstädte. Doch dazu bedarf es beträchtlichen Kapitals. Die Eigentümer bleiben in der Pflicht.

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