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Frauenquote : Viel Signal, wenig Wirkung

Noch immer sind Frauen in den Führungsetagen deutscher Unternehmen unterrepräsentiert. Nur 12,8 Prozent der DAX-Vorstände sind weiblich. Bild: dpa

Die Politik will mehr Frauen in die Vorstände bringen und greift mit ihrem Gesetz tief in die Autonomie der Unternehmen ein. Ändern wird sich dadurch aber erst einmal wenig. Wirklich helfen würde etwas anderes.

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          Deutschland scheint reif für die Frauenquote zu sein. Selbst Bundeskanzlerin Angela Merkel, emotionaler Ausbrüche ansonsten eher unverdächtig, machte deutlich, dass sie die von ihrer Regierung geplante Regelung mit vollem Herzen unterstütze. Parteiübergreifend herrscht große Zustimmung zu dem Vorhaben, börsennotierten und mitbestimmten Konzernen künftig vom vierten Vorstandsmitglied an die Berufung einer Frau vorzuschreiben. Die wenigen Gegner wie der Wirtschaftsflügel der Union führen wohl einen aussichtslosen Kampf. Denn es geht der Regierung um die „Signalwirkung“ eines solchen Gesetzes, wie es in der Begründung offen heißt.

          Auffallend wenig diskutiert wird in dem Zusammenhang über das Verhältnis zwischen dem verfolgten gesellschaftspolitischen Ziel und der Frage, wie verhältnismäßig und wie wirksam das gewählte Instrument ist und welcher Preis dafür zu zahlen ist. Nur nach diesen Kriterien sollte sich sachorientierte Politik schließlich richten.

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