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Folgen des Kirch-Streits : Anwalt der Deutschen

  • -Aktualisiert am

Der Vergleich mit den Kirch-Erben wirkt für die Deutsche Bank nach. Bild: dpa

Auch nach dem Vergleich mit den Erben des Medienunternehmers Kirch sind die Prozessbeteiligten der Deutschen Bank nicht aus dem Schneider - wenn alles stimmt, was man so hören und lesen kann.

          Mindestens für die beteiligten Anwälte auf Seiten der renommierten Kanzlei Hengeler Mueller ist es ein Desaster. Der Kirch-Prozess gegen die Deutsche Bank ist mit einem rund 900 Millionen Euro teuren Vergleich zu Ende gegangen, den sie gut zehn Jahre lang bekämpft haben.

          Derweil haben sich zahlreiche Führungskräfte der Deutschen Bank – beraten von Hengeler Mueller – immer tiefer in das Schlamassel hineingegraben. Jetzt müssen sie sich, vom ehemaligen Vorstandschef Josef Ackermann und dessen Vorgänger Rolf-E. Breuer bis hin zum amtierenden Ko-Vorstandsvorsitzenden Jürgen Fitschen, einem Verfahren wegen versuchten Prozessbetrugs stellen.

          Und das geschieht im Zusammenhang mit einem Fall, der zu Beginn so aussah, als ob man ihn aus Sicht der Bank nur gewinnen konnte. Wenn man weiß, wie schwach die Kirch-Seite anfangs juristisch aufgestellt war und wenn man nun sieht, wie alles zu Ende geht, kann man einem Mitglied des Führungskreises der Deutschen Bank nur beipflichten, wenn er im Hintergrund sagt, es sei wirklich fast alles falsch gelaufen, was falsch hätte laufen können.

          Diesen Schuh müssen sich die Anwälte anziehen, einschließlich des Besuchs der Staatsanwaltschaft in den Geschäftsräumen. Aber auch die Prozessbeteiligten der Deutschen Bank sind noch lange nicht aus dem Schneider, wenn alles stimmt, was man so lesen und hören kann.

          Carsten Knop

          Chefredakteur digitale Produkte.

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