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Frankreich : Umkämpfte Rente

Protest in Paris Bild: EPA

Die französische Regierung bietet mit ihrer Rentenreform den streikenden Franzosen die Stirn. Das ist beachtlich.

          1 Min.

          Im Land der „égalité“ dringt der Gedanke der Gleichheit für die Rente derzeit nur mit Mühe durch. Die französische Regierung will das staatliche Umlagesystem vereinheitlichen und – oh Schreck – die Leute zum Arbeiten bis 64 Jahre animieren. Nach langen Verhandlungen hat sie diese bisher nur angedeuteten Eckpfeiler nun bekräftigt. Damit bietet die Regierung den streikenden Franzosen die Stirn. Das ist beachtlich, auch wenn nur eine Minderheit derzeit vor allem den öffentlichen Transport lahmlegt.

          Mit den jüngsten Ankündigungen könnte der Widerstand noch zunehmen. Die umfangreiche soziale Flankierung geht in der Debatte hingegen völlig unter. So will die Regierung die Grundrente auf 1000 Euro erhöhen. All jene mit unterbrochenen Karrieren, darunter viele Frauen, kommen künftig besser weg. Zudem soll viel Verantwortung den Arbeitgebern und den Gewerkschaften zukommen.

          Freilich nimmt die Reform zwei Ziele ins Visier: Gerechtigkeit und Kostenkontrolle. Das ist politisch heikel. Auch der Zeitablauf ist schwierig. Nach fast einer Woche Streik wissen die Franzosen erst jetzt, wogegen sie streiken – so bleibt das Land in Unruhe.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

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