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E-Auto-Hersteller : Teslas neue Hölle

Teslas Hoffnungsmodell Nummer 3 – diesmal mit Auslieferungsproblemen Bild: AFP

Schon wieder muss Tesla-Chef Musk seine optimistischen Vorhersagen revidieren. Das überrascht nicht mehr, aber es macht alles nicht weniger gravierend.

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          Chaos gehört für Tesla zum Alltag. Bis ins vergangene Jahr hinein machte dem Hersteller von Elektroautos vor allem die „Produktionshölle“ zu schaffen. So beschrieb der Vorstandsvorsitzende Elon Musk die Schwierigkeiten beim Hochfahren der Fertigung für Teslas strategisch wichtiges „Model3“.

          Die Lage in der Produktion scheint sich mittlerweile entspannt zu haben, aber dafür hapert es anderswo: Nun kämpft das Unternehmen mit der Logistik. Bei den ersten Auslieferungen des Model 3 nach Europa und China kam es im vergangenen Quartal offenbar zu erheblichen Verzögerungen. Wieder einmal erweckt der Autohersteller den Eindruck, auf etwaige Herausforderungen unvorbereitet zu sein. Und das wiegt bei ihm besonders schwer, weil er angesichts der kühnen Prognosen, die Musk regelmäßig abgibt, nur sehr wenig Spielraum für Abweichungen vom Idealfall hat.

          Unter dem Strich heißt das nun zum wiederholten Mal, dass Musk seine optimistischen Vorhersagen revidieren muss. Er hat versprochen, Tesla werde jetzt dauerhaft profitabel sein, stattdessen wird das Unternehmen nun wohl doch wieder Verluste ausweisen, zudem gibt es nun ernsthafte Sorgen um seine Liquiditätslage. Es ist nicht mehr überraschend, dass Musk für solche Enttäuschungen sorgt, aber das macht es nicht weniger gravierend.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

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