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Fehlende „Good Governance“ : Reichtum und Elend in Afrika

  • -Aktualisiert am

Demonstrierende am 17. Januar in Nairobi: Mit einem Banner mit der Aufschrift „End Inequality; Time is Now“ gehen die Kenianer auf die Straße, um für gerechtere Lösungen in Wirtschafts- und Menschenfragen zu protestieren. Bild: dpa

Der Kontinent ist gespalten: In Afrika genießen staatsnahe Unternehmer geschützte Positionen bis hin zu Monopolen, während ein großer Teil der Bevölkerung in Armut lebt. Eine gute Entwicklung sieht anders aus.

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          Afrika ist ein Kontinent der extremen Unterschiede. Hunderte Millionen leben in Armut, während eine oft korrupte Oberschicht große Vermögen anhäuft. Der Fall der reichsten Frau Afrikas, Isabel dos Santos, die gerade in Angola um ihr Firmenimperium kämpft, wirft ein Schlaglicht auf die Verhältnisse. Die Tochter des langjährigen Präsidenten ist auf wundersame Weise zur Milliardärin aufgestiegen. Ihr gehören Beteiligungen an der Diamanten- und Ölindustrie, zudem Telekommunikations- und Zementkonzerne, die eng mit der Staatswirtschaft verflochten sind.

          Der einstige Marxist José Eduardo dos Santos, der das Land 38 Jahre lang diktatorenähnlich regierte, hat Angola in einen Familienbetrieb verwandelt und ausgesaugt: Sein Sohn managte zuletzt den milliardenschweren Staatsfonds, die Tochter den staatlichen Ölkonzern. Nachdem der Langzeitherrscher vor gut zwei Jahren abtrat, fiel die Familie beim Nachfolger João Lourenço in Ungnade.

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