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Tesla-Chef gegen Amazon-Chef : Musk stänkert gegen Bezos

Tesla-Chef und Multimilliardär Elon Musk Bild: dpa

Elon Musk hat mit seiner Forderung, Amazon zu zerschlagen, einen Nerv getroffen. Auch unabhängig davon, was der Tesla-Chef meint, bläst der Digitalbranche derzeit eisiger Wind aus Washington entgegen.

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          Was Elon Musk mitteilt, wird in der Öffentlichkeit genau verfolgt, aber man muss es nicht immer ernst nehmen. Wie etwa jetzt seine Forderung auf Twitter, der Online-Händler Amazon.com sollte zerschlagen werden. Dass Musk gegen Amazon-Chef Jeff Bezos stänkert, überrascht wenig, schließlich verbindet die beiden wegen ihrer jeweiligen Nebenprojekte in der Raumfahrt eine deftige Rivalität.

          Einen Nerv hat der Tesla-Chef freilich getroffen. Denn die Diskussion über die Marktmacht von Amazon.com und anderer amerikanischer Technologiegiganten existiert, und Musk ist nicht der Erste, der eine Zerschlagung fordert. Diese Diskussion ist mehr als heiße Luft und wird für die Branche zunehmend bedrohlich.

          Amerikanische Kartellbehörden führen derzeit Untersuchungen gegen mehrere Konzerne, angeblich ist eine Kartellklage gegen Google in Vorbereitung. Amazon ist wegen des Umgangs mit Drittanbietern ins Zwielicht geraten, der amerikanische Kongress hat Bezos zu einer Anhörung vorgeladen. Präsident Donald Trump wiederum hat gerade Online-Plattformen wie Facebook und Twitter mit einem Dekret ins Visier genommen. Aus Washington bläst der Branche also ein eisiger Wind entgegen – unabhängig davon, was Elon Musk meint.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

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