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Carsten Knop

Kommentar : Gekauft, nicht investiert

  • -Aktualisiert am

Ein Kuka-Roboter steht zum Verkauf: Der chinesische MIdeo-Konzern will den deutschen Roboterhersteller übernehmen. Bild: dpa

Es ist gut, dass deutsche Firmen bei Unternehmensbeteiligungen aktiv sind wie lange nicht. Wichtiger ist jedoch die Produktion.

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          Es ist gut, wenn sich die deutschen Unternehmen etwas trauen. Denn sie haben angesichts ihrer guten Ertragslage die Kraft dazu. Insofern ist es erfreulich, dass sich die breit aufgestellten 50 Unternehmen aus dem Börsensegment M-Dax auf dem Markt für Unternehmensübernahmen und -beteiligungen im vergangenen Jahr so aktiv gezeigt haben wie seit 2007 nicht mehr.

          So kann man sich neue Märkte erschließen, lassen sich strategische Positionen ausbauen. Und vielleicht kann man so auch vermeiden, dass man selbst zum Übernahmeobjekt wird. Das große Interesse nicht zuletzt der Chinesen an deutschen Unternehmen wie zum Beispiel dem Roboterhersteller Kuka zeugt gerade davon.

          Allerdings sollten die Unternehmen darüber nicht vergessen, dass ihr Heil nicht nur in Übernahmen, sondern viel stärker noch in Investitionen in die Produktion und in Forschung und Entwicklung liegt. Dort aber darf man sich in Europa und auch in Deutschland erhebliche Steigerungen wünschen, die niedrigen Zinsen sollen schließlich dazu animieren.

          Dass die erhoffte Wirkung aber ausblieb und das Heil im Ausland gesucht wird, sollte den Politikern zu denken geben. Es könnte mit wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu tun haben, die aus Sicht der Unternehmen nicht attraktiv genug sind.

          Carsten Knop
          Herausgeber.

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