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Unternehmensübernahmen : Die Angst vor China treibt seltsame Blüten

  • -Aktualisiert am

Auch der Autozulieferer Grammer in Bayern wurde von einem chinesischen Investor übernommen. Was ist schlimm daran? Bild: dpa

Die Angst vor China führt zu merkwürdigen Plänen. Wer Ausländerkapital aus dem Land treiben möchte, sollte sagen, dass er das deutsche Wirtschaftsmodell zerstören will.

          Die Angst vor China treibt in Deutschland seltsame Blüten. Ausländer übernähmen gern deutsche Firmen, schon die Hälfte der Dax-Unternehmen sei in ausländischer Hand, zum Glück wehre sich dagegen jetzt der Wirtschaftsminister, sagt mancher. Was ist so schlimm daran, dass Ausländer die Verluste des letzten Börsenjahres trugen? Hiesige Aktiengesellschaften wären nur die Hälfte wert, wären sie nur auf das Geld deutscher Anleger angewiesen.

          Für die meisten Politiker ist die Börse nur ein Kasino. Wer den Politikern mehr als dem Markt traut, sollte sich freuen, wenn Ausländer hier ihr Geld verspielen. Der Bundesbank zufolge investierten deutsche Unternehmen in China 80 Milliarden Euro, die chinesischen Direktinvestitionen in Deutschland liegen bei 2 Milliarden. Das deutsche Auslandsvermögen beträgt 8,4 Billionen Euro, Ausländer investierten nur 6,6 Billionen hierzulande.

          Das kann auch gar nicht anders sein. Volkswirtschaftlich ist der Exportweltmeister zwangsläufig der größte Kapitalexporteur der Welt. Wer Ausländerkapital aus dem Land treiben möchte, sollte sagen, dass er in einer zunehmend protektionistischen Welt das deutsche Wirtschaftsmodell zerstören will.

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