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Kommentar : Chinesische Freunde

  • -Aktualisiert am

Das Milliardenversprechen der Deutschen Bank für den Aufbau der „Neuen Seidenstraße“ dürfte sich als hilfreicher Türöffner in den riesigen chinesischen Markt erweisen. Das ist wichtig.

          Es ist eines der großen Prestigeprojekte der chinesischen Regierung: Über die Neue Seidenstraße will das Reich der Mitte nicht nur seine Handelsverbindungen in den Rest der Welt verbessern, es will auch seine Rolle als alte neue Weltmacht manifestieren. Wer dabei behilflich ist, so darf man vermuten, wird in der Gunst der Partei ein wenig zulegen – und ohne die geht in China wenig.

          So könnte sich das Milliardenversprechen der Deutschen Bank für den Aufbau der Seidenstraße als hilfreicher Türöffner in den riesigen Markt im Fernen Osten erweisen. Dass China für die Bank eine wichtigere Rolle spielen soll, steht fest; auch weil das klassische Investmentbanking in den Vereinigten Staaten nicht mehr der Gewinnbringer von einst ist.

          Dafür soll der eigens berufene Asien-Vorstand sorgen, und auch der neue Großaktionär aus China dürfte bei Geschäftsanbahnungen nicht schaden. Der bislang letzte große Anlauf auf den chinesischen Markt musste vornehmlich aus Geldsorgen abgeblasen werden. Die mühsam aufgebaute Beteiligung an der Hua-Xia-Bank mussten die Frankfurter auf der Suche nach dringend benötigtem Kapital wieder verkaufen.

          Nun will man vor allem mit den bestehenden deutschen Großkunden mehr Geschäft in der Volksrepublik machen – oder eben auf dem Handelsweg dorthin. Da können einflussreiche Freunde nicht schaden.

          Tim  Kanning

          Redakteur in der Wirtschaft.

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