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Kommentar : Butlers in Not

Schuld an der Insolvenz von Butlers sind vor allem die hausgemachten Schwierigkeiten: zu wenig originell, zu austauschbar, nicht hochwertig genug. Das bleibt nicht ungestraft.

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          Die Gründe für die Schieflage der Einrichtungskette Butlers dürften – wie bei den meisten Insolvenzfällen – vielfältig sein. Da ist zum einen das schwierige Marktumfeld. Das Einkaufsverhalten ändert sich. Die Kunden decken sich immer stärker im Internet ein. Auf den Weg in die Innenstädte machen sie sich seltener als früher. Unter diesem Wandel leidet der gesamte deutsche Einzelhandel.

          Gerade Anschaffungen zum Aufhübschen der Wohnung aber entstehen oft aus einer spontanen Laune beim Einkaufsbummel heraus. Findet der nicht statt, fehlt auch dieser Impuls. Noch entscheidender aber dürften die hausgemachten Schwierigkeiten sein. Neben dem sehr ehrgeizigen Expansionskurs der vergangenen Jahre, fallen die Defizite beim Sortiment ins Auge: zu wenig originell, zu austauschbar, nicht hochwertig genug. Dieser Eindruck konnte in der letzten Zeit beim Blick in die Butlers-Regale entstehen.

          Solche Schwächen in der Ausrichtung bleiben nicht ungestraft, wie sich auch am Beispiel Strauss Innovation gezeigt hat. Dafür streiten in der Einrichtungsbranche zu viele Anbieter um den Kuchen. Schon vor einiger Zeit hat die Butlers-Geschäftsführung die Verkleinerung des Filialnetzes in die Wege geleitet. Auf dem Weg zu einem Neustart dürfte der Insolvenzverwalter diese Strategie forcieren. Gefragt ist aber auch eine spitzere Auswahl der Sortimente und höhere Attraktivität des Angebots.

          Christine Scharrenbroch
          Freie Autorin in der Wirtschaft.

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