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Kommentar : Banken wollen zurück zu den Wurzeln

Die Übertreibungen im Handel an den Finanzmärkten haben sich überlebt. Einige Banken wollen ihre Präsenz im Investmentbanking nun reduzieren.

          Unter Investmentbanking hat man über Jahrzehnte eng begrenzte Geschäftsfelder verstanden: Darunter fielen die Beratung von Unternehmen, nicht zuletzt bei Fusionen und Übernahmen, sowie die Plazierung neuer Aktien und Anleihen für Unternehmenskunden. Dieses Geschäft erforderte nicht viel Eigenkapital, weil die Bank nicht viele Risiken übernahm, und konnte von kleinen, spezialisierten Häusern betrieben werden. Gegen diese traditionelle Vorstellung des Investmentbanking ist auch in unserer Zeit nichts zu sagen.

          Überlebt haben sich hingegen die Übertreibungen im Handel an den Finanzmärkten, der heute auch zum Investmentbanking gezählt wird. Seine Risiken wurden in den Jahren der Hochstimmung unterschätzt, die Ertragschancen aber überschätzt. Die Erfahrungen der jüngsten Krisenjahre, aber auch die neuen Eigenkapitalvorschriften veranlassen einige Banken zu einer Reduzierung ihrer Präsenz im Investmentbanking. Die UBS scheint besonders konsequent voranschreiten zu wollen. Die Deutsche Bank will zwar einerseits Risiken reduzieren, aber auch eine der großen Investmentbanken der Welt bleiben. Das muss nicht das letzte Wort sein.

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