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Kommentar : Atempause für Lufthansa

  • -Aktualisiert am

Die Passagiere der Lufthansa können erst einmal aufatmen. Dabei sind mit dem Kompromiss im Tarifstreit längst nicht alle Konflikte beseitigt - und auch die Streikgefahr ist nicht gebannt.

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          Genervte Passagiere der Deutschen Lufthansa dürfen durchatmen. Aber auch nach dem jetzt erreichten Kompromiss im Tarifstreit zwischen Führung und Piloten ist die Gefahr weiterer Streiks nicht gebannt. Nach Maßgabe des Schlichters können die 5400 Flugzeugführer der Lufthansa zwar mit 8,7 Prozent mehr Lohn über einen Zeitraum von sieben Jahren rechnen.

          Doch weitere Kernthemen des seit 2012 schwelenden Tarifkonfliktes sind auch nach diesem wichtigen Etappenerfolg offen. Die Neuregelung von Betriebsrenten und Altersvorsorge ist deshalb heikel, weil sie mit höheren Personalkosten für die Lufthansa verbunden ist. Auch wenn die niedrigen Treibstoffpreise zeitweise für Entlastung sorgen, verschärft sich der Wettbewerbsdruck durch europäische Preisbrecher.

          So greifen Rivalen wie Ryanair den langjährigen Platzhirschen in Deutschland neuerdings an seiner Heimatbasis in Frankfurt an. Die wirtschaftlichen Folgen teurer Tarifabschlüsse müssen innerhalb des Lufthansa-Konzerns kompensiert werden. Die Gründung neuer Tochtergesellschaften, in denen sich die Löhne an denen der Wettbewerber orientieren, bleibt daher eine realistische Alternative.

          Ulrich Friese
          Redakteur in der Wirtschaft.

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