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Kommentar : Adidas’ Probleme in Amerika

Adidas hat in Amerika große Probleme. Die Marke Reebok ist in Gefahr.

          1 Min.

          Die Trennung der Fitnessmarke Reebok von der Adidas-Organisation in Nordamerika ist überfällig gewesen. Deswegen hat Kasper Rorsted, seit Oktober Vorstandsvorsitzender des Sportausrüsters aus Herzogenaurach, als eine seiner ersten Handlungen diesen Schritt zu Recht angeordnet.

          Reebok, 2006 von Adidas erworben, hat nur Sorgen bereitet. Mancher Kollateralschaden dieser dauerhaft umsatz- und ertragsschwachen Marke kommt heute noch zum Vorschein – der nachwirkt und die Existenz unter dem Dach von Adidas weiter hinterfragt.

          Aufgegangen in der Nordamerika-Organisation, fehlte die Trennschärfe zwischen den Marken. Es mangelte an Transparenz, und die Problemlösungen wurden behindert. Das frühere Management war überfordert und verlor den Blick für wichtige Entwicklungen. Nicht nachzuvollziehen ist, dass die in den Vereinigten Staaten so wichtigen Highschools mit der Kernzielgruppe junger Käufer vernachlässigt wurden. Das wird erst jetzt nachgeholt.

          Der unverstellte Blick des früheren Henkel-Vorstandsvorsitzenden hilft. Die Nordamerika-Strategie soll Treiber im Konzern sein. Sie ist ganz auf die Kraft der Drei-Streifen-Marke ausgerichtet. Und Reebok? Die Marke muss erst einmal nur richtig profitabel werden; wenn nicht, ist sie raus. Im Wachstumsszenario von Rorsted scheint sie kaum eine Rolle zu spielen.

          Rüdiger Köhn

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in München.

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