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Aufräumen in der Bilanz : Knof macht in der Commerzbank Dampf

  • -Aktualisiert am

Die Commerzbank-Zentrale im Abendrot Bild: Imago

Der neue Vorstandsvorsitzende der Commerzbank zeigt schon in seiner ersten Arbeitswoche viel Energie. Auf die Dauer hilft es dem als Sanierer geholten Manfred Knof aber nicht, energisch zu sein: Es geht um Kosten und Erträge.

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          Manfred Knof legt los wie die Feuerwehr. Der neue Vorstandsvorsitzende der Commerzbank hat schon in seiner ersten Arbeitswoche viel Energie ausgestrahlt. Zunächst ernannte Knof einen Büroleiter und zog die Konzernstrategie an sich – auf beides hatte sein Vorgänger Martin Zielke seltsamerweise verzichtet. Am Freitag dann räumte der neue Mann die Bilanz auf: Konzernteile der schon 2009 gekauften Dresdner Bank sowie die M-Bank waren darin zu einem Wert angesetzt, der Hoffnungen auf Erträge in der Zukunft berücksichtigt. Diese „Luft“ hat Knof nun herausgelassen: Die Altlasten werden seine Zukunft als Vorstandschef nicht mehr belasten.

          Typisch Sanierer

          Auch für sich abzeichnende Kreditausfälle im Jahr 2021 lässt Knof noch in der Bilanz des vergangenen Jahres vorsorgen. So agieren Sanierer: Sie schieben durchaus mit einigem Recht die Risiken der Vorjahre ihren Vorgängern zu. Damit senken sie die Messlatte für den eigenen kurzfristigen Erfolg. Knof wird aber nur dann ein dauerhaft erfolgreicher Sanierer, wenn es ihm gelingt, die Kosten der Commerzbank zu senken. Gerade in der stärksten Sparte „Mittelstand“ sind gleichzeitig aber auch Ertragspotentiale zu heben.

          Hanno Mußler
          Redakteur in der Wirtschaft.

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