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Kauf von 100.000 Elektrowagen : Amazon will CO2-Neutralität bis 2040 erreichen

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Amazon-Gründer und CEO Jeff Bezos stellt das Konzept „The Climate Pledge“ (deutsch: Das Klimaschutzversprechen) vor. Bild: EPA

Amazon-Chef Bezos will ernst machen in Sachen Klimawandel. Der Handelsriese soll bis 2040 ohne Einfluss auf den CO2-Gehalt der Atmosphäre arbeiten. Das ist noch nicht alles.

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          Amazon-Chef Jeff Bezos will für sein Unternehmen bis zum Jahr 2040 die CO2-Neutralität erreichen. Sein Konzern wolle beim Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen, sagte Bezos am Donnerstag in Washington. Die Zielvorgaben seines Unternehmens für die Reduktion des Kohlendioxidausstoßes verkündete er einen Tag vor weltweiten Protesten für den Klimaschutz und vier Tage vor einem UN-Klimagipfel in New York.

          Im Rahmen seiner Selbstverpflichtung will der Online-Handelsriese unter anderem 100.000 Lieferwagen des Startups Rivian, das Amazon im Februar 2019 mit 700 Millionen Dollar unterstützte, mit Elektroantrieb kaufen. Die ersten sollen im Jahr 2021 eingesetzt werden, die gesamte Elektroflotte dann 2030 auf den Straßen unterwegs sein. Amazon will zudem die Energieversorgung seiner Logistik- und Sortierzentren sowie von sonstiger Infrastruktur bis 2030 zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umstellen. Bis 2024 soll der Anteil der erneuerbaren Energien bei 80 Prozent liegen.

          „Wir wollen unsere Bandbreite und Größe einzusetzen, um voranzugehen“, sagte Bezos bei einer Pressekonferenz. „Wir wollen die Vorreiten sein.“ Er betonte, dass der Online-Handelsriese die CO2-Neutralität zehn Jahre früher erreichen wolle als die UNO als Zielmarke ausgeben hat. Auf Basis des Pariser Klimaabkommens von 2015 hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres die Weltgemeinschaft aufgefordert, die CO2-Neutralität bis 2050 zu erreichen. Über die bislang geplanten Maßnahmen zum Erreichen dieses Ziels soll beim Gipfel in New York beraten werden. Kohlendioxid-Neutralität bedeutet, dass der Ausstoß dieses Treibhausgases drastisch reduziert und verbleibende CO2-Emissionen durch andere Maßnahmen kompensiert werden. Amazon will laut Bezos 100 Millionen Dollar (90 Millionen Euro) in Wiederaufforstungsprojekte stecken.

          Amazon wird von Umweltschützern heftig für die Belastungen kritisiert, welche die Geschäfte des Konzerns für das Klima erzeugen. Diese Belastungen entstehen nicht nur durch Versand und Lieferungen – Amazon liefert laut Bezos mehr als zehn Milliarden Pakete im Jahr aus. Der Konzern ist auch mit seinen gewaltigen Datenzentren ein gigantischer Stromfresser.

          Bezos steht aber auch unter Druck aus der eigenen Belegschaft, seinen Konzern konsequent auf Klimaschutzkurs zu bringen. An den Arbeitsniederlegungen für das Klima am Freitag, initiiert durch Greta Thunbergs Schulstreik, wollen sich auch mehr als tausend Amazon-Beschäftigte beteiligen – ihr Protest richtet sich nicht zuletzt gegen den eigenen Arbeitgeber. „Der globale Klimastreik ist absolut verständlich“ sagte Bezos und erinnerte an den sich beschleunigenden Klimawandel, den er als „schrecklich“ bezeichnete. „Die Leute brennen für dieses Thema. Das sollten sie übrigens auch sein.“

          AMAZON.COM INC. DL-,01

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          Amazon hatte im Februar versprochen, seinen CO2-Fußabdruck bis Ende des Jahres offenzulegen. Außerdem versprach es, dass die Hälfte seiner Sendungen bis 2030 klimaneutral werden. Mit der Veröffentlichung seiner Umweltauswirkungen ist der Handelsriese aber vergleichsweise spät dran. Apple hatte bereits im letzten Jahrzehnt einen Umweltverträglichkeitsbericht mit zunehmendem Detaillierungsgrad präsentiert. Google veröffentlichte 2011 erstmals einen umfassenden Bericht über seinen Energieverbrauch.

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