https://www.faz.net/-gqe-9o3wz

Klimabewegung-„Ende Gelände“ : Neuer Angriff auf die Kohle-Bagger

Auf dem Weg zum zivilen Ungehorsam: Die Aktivisten des Bündnisses „Ende Gelände“ versuchten bereits im Oktober 2018, den Tagebau Hambach zu besetzen. Dieses Mal ist ihr Ziel Garzweiler. Bild: dpa

Obwohl er selbst am Kohlekompromiss beteiligt ist, zeigt sich der BUND solidarisch mit Aktivisten jeder Couleur. Diese planen wieder zivilen Ungehorsam, der dieses Mal den Braunkohletagebau in Garzweiler treffen soll.

          3 Min.

          In dieser Woche wollen radikale Klimaaktivisten wieder verstärkt auf sich aufmerksam machen. Geplant sind „friedliche Aktionen zivilen Ungehorsams“ im Tagebau Garzweiler südlich von Mönchengladbach, die von Mittwoch bis Montag dauern sollen und mit denen für „den sofortigen Kohleausstieg und einen grundlegenden Systemwandel“ protestiert werden soll.

          Niklas Záboji

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Organisatorin ist „Ende Gelände“, eine nach eigenen Angaben unabhängige „Graswurzelinitiative, getragen von unentgeltlichem Engagement“. Sie wird laut Bundesamt für Verfassungsschutz seit längerem von Gruppierungen des demokratischen Spektrums wie auch Akteuren der linksextremistischen Szene unterstützt.

          Wie Anfang Juni bekanntwurde, haben zahlreiche Organisatoren eine Solidaritätserklärung zu den Aktionen unterzeichnet. Man könne „angesichts der bedrohlichen Klimakatastrophe nachvollziehen, wenn sich jetzt Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den Kohleabbau gezwungen sehen“, heißt es darin. Unterzeichner sind neben Vereinen wie Campact und Oxfam auch der Umweltverband BUND. Das ist bemerkenswert, da der BUND in der Kohlekommission erst vor wenigen Monaten den stufenweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens zum Jahr 2038 unterzeichnet hat.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

          FAZ.NET komplett

          : Neu

          F.A.Z. Woche digital

          F.A.Z. digital – Jubiläumsangebot

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Großprojekt in Brandenburg : Der Aufstand im Tesla-Wald

          Erst stoppen Umweltschützer die Rodungsarbeiten, dann klettern Kapitalismuskritiker auf die Bäume: Sind Großprojekte wie die Tesla-Fabrik in Deutschland überhaupt noch machbar?