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Kleidungsindustrie : Esprit holt neuen Chef aus dem Konzern von Zara

  • Aktualisiert am

Eine Esprit-Filiale in Hongkong Bild: REUTERS

Der Kleidungshersteller Esprit steckt in der Krise. Jetzt bekommt er einen neuen Chef. Der kommt vom Konkurrenten Inditex, der Muttergesellschaft von Zara.

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          Die im Umbau befindliche Modekette Esprit hat mit der Berufung eines neuen Vorstandschefs für Furore an der Börse gesorgt. Nachfolger des im Juni zurückgetretenen Konzernlenkers Ronald van der Vis wird Jose Manuel Martinez Gutierrez, der bislang bei der Zara-Mutter Inditex in hoher Funktion für den Vertrieb zuständig war.

          Der Konzern befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Umbau. Seit den Rücktritten von van der Vis und des früheren Metro-Chefs Hans-Joachim Körber vom Posten des Verwaltungsratsvorsitzenden hatte das Unternehmen etwa ein Drittel seines Börsenwerts verloren. Esprit macht rund 80 Prozent seines Umsatzes in Europa und leidet stark unter der schleppenden Nachfrage in der Schuldenkrise.

          Der Chefposten ist nicht der einzige, auf dem zuletzt viele Leute gewechselt haben. Die Vorstände für Finanzen und das operative Geschäft sind ebenso neu im Unternehmen wie die Chefdesigner und die Leiter der Produktsparte. Der alte Vorstandschef hatte nach eigenen Angaben aus persönlichen und familiären Gründen gekündigt.

          Der neue Chef, Jose Manuel Martinez Gutierrez, soll sein Amt Ende September antreten, wie Esprit am Dienstag mitteilte. Am Aktienmarkt in Hongkong brachen die Anleger in Jubel aus: Die Esprit-Aktie schoss um 29 Prozent in die Höhe.

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