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Klage gegen Wiesbaden : Ralph Schüler fordert Schadenersatz

  • -Aktualisiert am

Ralph Schüler hält seine Kündigung für ungerechtfertigt: Er will entgangene Jahresgehälter und eine Entschädigung einklagen. Bild: CDU

Der ehemalige Geschäftsführer der Wiesbadener Holding WVV Ralph Schüler fordert nach einem entlastenden Bericht der Konzernrevision Schadenersatz von der Stadt Wiesbaden. Schüler geht es nicht nur ums Geld.

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          Der frühere Geschäftsführer der Wiesbadener Holding WVV, Ralph Schüler, ficht vor der Kammer für Handelssachen des Landgerichts Wiesbaden die im Dezember 2018 gegen ihn ausgesprochene Kündigung an. Schülers Anwalt ist der frühere Vorsitzende der CDU-Rathausfraktion, Bernhard Lorenz. Dieser vertritt in einem 50 Seiten umfassenden Schriftsatz die Rechtsauffassung, dass der 2014 geschlossene und 2017 vorzeitig verlängerte Geschäftsführervertrag von Schüler „unverändert fortbesteht“, weil die fristlose Kündigung durch den damaligen Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzenden Sven Gerich (SPD) nicht wirksam gewesen sei.

          Oliver Bock

          Korrespondent der Rhein-Main-Zeitung für den Rheingau-Taunus-Kreis und für Wiesbaden.

          Für den Fall, dass das Gericht die damals vorsorglich ebenfalls ausgesprochene ordentliche Kündigung mit Wirkung zur Jahresmitte 2019 als rechtens erachtet, verlangt Schüler eine Abfindung in Höhe von dreieinhalb Jahresgehältern, was sich auf rund 850.000 Euro summieren dürfte. Hinzu kommt noch die Forderung nach einer „Karenzentschädigung“ für das nachträgliche Wettbewerbsverbot, womit Lorenz auf eine Gesamtsumme von 1,035 Millionen Euro kommt.

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