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Korruptionsvorwürfe : Samsung-Chef muss vor Gericht

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Lee Jae-yong in seinem Auto nach einer Anhörung Bild: dpa

Jetzt wird es ernst für den Chef von Koreas größtem Konzern: Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen ihn erhoben. Und Samsung baut seine Konzernstruktur um.

          Der Chef der Samsung-Gruppe und weitere Spitzenmanager müssen sich wegen Korruption und Veruntreuung vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft in Südkorea teilte am Dienstag mit, Anklage gegen Jay Y. Lee und vier andere Manager zu erheben. Lee befindet sich seit dem 17. Februar in Untersuchungshaft.

          Samsung kündigte zugleich einen Konzernumbau an. Das Unternehmen schließt sein Strategiebüro, von dem aus die verschiedenen Geschäftsbereiche des Konglomerats gesteuert werden. Eine Reihe von Spitzenmanagern tritt zurück. Darunter sind Lees Vize Choi Gee-Sung sowie der Präsident von Samsung Electronics, Park Sang-Jin. Die einzelnen Tochtergesellschaften sollten künftig unabhängig operieren und von einem CEO sowie einem Verwaltungsrat geführt werden.

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          Lee hatte den Vorwurf der Bestechung bislang zurückgewiesen, die anderen Vorwürfe aber nicht kommentiert. Samsung wird vorgeworfen, 43 Milliarden Won (34 Millionen Euro) unter anderem über zwei Stiftungen an eine Vertraute von Präsidentin Park gezahlt zu haben.

          Im Gegenzug sollen Park und ihre Mitarbeiter den Nationalen Pensionsfonds angewiesen haben, der umstrittenen Fusion zweier Unternehmen der Samsung-Gruppe zuzustimmen. Mit dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen hatte Lee seinen Einfluss als Aktionär auf die Samsung-Gruppe und vor allem auf das Kernstück, Samsung Electronics, gestärkt.

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