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Twitter-Übernahme : Aktionärsklage gegen Musk

  • Aktualisiert am

Die Aktionärsklage richtet sich sowohl gegen Musk als auch gegen Twitter selbst. Bild: dpa

Gegen den Tesla-Chef wurde eine Klage wegen Marktmanipulation eingereicht. Er soll den Aktienkurs von Twitter durch den Zeitpunkt und Inhalt seiner Aussagen gezielt beeinflusst haben.

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          Im Zusammenhang mit der Übernahme von Twitter sieht sich Elon Musk jetzt einer Klage gegenüber. Ein Aktionär von Twitter wirft Musk „rechtswidriges Verhalten“ vor und fordert Schadenersatz. Er führt dabei mehrere Punkte an: So habe Musk „Marktmanipulation“ betrieben, indem er seinen Einstieg bei Twitter Anfang April erst mit Verspätung publik gemacht habe. Außerdem habe er mit seinen jüngsten Aussagen Zweifel an der Übernahme geweckt und damit den Aktienkurs von Twitter nach unten getrieben. Damit habe er sich in eine Position bringen wollen, um die Transaktion platzen zu lassen oder den Preis noch einmal neu zu verhandeln.

          Musk und Twitter haben sich ursprünglich auf einen Preis von 44 Milliarden Dollar geeinigt. Vor rund zwei Wochen sagte Musk aber, die Transaktion sei „ausgesetzt“, und er forderte dabei von Twitter mehr Informationen über die Zahl der Konten, hinter denen keine echten Nutzer stecken. Der Aktienkurs von Twitter hat danach deutlich an Wert verloren. Die Klage wurde im Namen aller Twitter-Aktionäre eingereicht, also als mögliche Sammelklage. Nicht nur Musk ist als Beklagter genannt, sondern auch Twitter selbst.

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