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Eine Million Mitglieder : Klage gegen Aus für Bertelsmanns Buchclub

  • Aktualisiert am

Klage wegen der Buchklub-Schließung Bild: ddp

Bertelsmann will seinen Buchklub im deutschsprachigen Raum schließen. Dagegen gehen Geschäftspartner des Unternehmens nun vor Gericht.

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          Geschäftspartner von Bertelsmann klagen vor dem Landgericht Düsseldorf gegen die geplante Schließung des Buchclubs. „Bertelsmann zerstört mit der Schließung ein 100-Millionen-Euro-Geschäft, in das wir jahrelang erheblich investiert haben“, sagte der Sprecher der Kläger, Guido Gebhard, laut einer Mitteilung. Die Kläger vertreten 244 Vertriebsunternehmen, die für den Buchclub Kunden geworben hatten. Sie beziffern den Schaden auf eine zweistellige Millionensumme, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“.

          Bertelsmann hatte im Juni angekündigt, das Buchclubgeschäft im deutschsprachigen Raum mit noch rund einer Million Mitgliedern und 52 Filialen zu schließen. Als Grund nannte das Unternehmen dabei die schwächere Geschäftsentwicklung.

          Der Vertrag der Geschäftspartner mit Bertelsmann über die Kundenwerbung sei unbefristet und unkündbar, sagte eine Sprecherin der Kläger. Die geplante Schließung verletze diesen Vertrag. Ein Bertelsmann-Sprecher sagte, der Vertrag enthalte in der Tat keine Kündigungsklausel. Da das Geschäft aber komplett aufgegeben werde, sei der Verzicht auf Kündigung aus Sicht von Bertelsmann nichtig. Der Konzern sei weiter an einem Dialog interessiert. Bisher seien Gespräche aber an Vorbedingungen der Geschäftspartner gescheitert.

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