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KI-Start-up aus New York : Augustus Intelligence stellt Insolvenzantrag in Amerika

  • Aktualisiert am

Sitz von Augustus Intelligence: One World Trade Center in New York Bild: Reuters

Das Start-up, für das Philipp Amthor tätig war, hat den Antrag Samstagabend in Delaware eingereicht. Die amerikanische Börsenaufsicht ermittelt gegen das Unternehmen.

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          Das amerikanische Start-up-Unternehmen Augustus Intelligence hat einen Insolvenzantrag in den Vereinigten Staaten gestellt. Wie aus einem Dokument hervorgeht, über das das „Wall Street Journal“ berichtet, stellte das KI-Unternehmen einen Insolvenzantrag nach amerikanischem Recht, auch „Chapter 11“ genannt. Damit stehen die Unternehmen unter dem temporären Schutz des Gerichts vor Gläubigern und können sich reorganisieren und sanieren. Das Dokument wurde demnach am Samstagabend bei einem Gericht in Delaware eingereicht.

          Grund dafür liegt laut der Zeitung in dem Bargeldbestand, der „bedrohlich niedrig“ sein soll. Nach Informationen der Zeitung ermittelt die amerikanische Börsenaufsicht seit dem 15. März gegen Augustus Intelligence. Offenbar liegt eine Beschwerde gegen das ehemalige Management des Start-ups vor. Augustus Intelligence hatte von Investoren mehrere Millionen Dollar eingeworben. Wie der „Spiegel“ berichtet, hatte Augustus Intelligence zusätzlich von zwei weiteren Investoren „Zusagen über 80 Millionen Dollar erhalten“. Nachdem die ersten 30 Millionen Dollar im vorigen Sommer fast aufgebraucht waren, sollen die beiden angeblichen Investoren ihre Zusage zurückgezogen haben, die insgesamt 80 Millionen Dollar in das Unternehmen einzuzahlen.

          Augustus Intelligence wurde in Deutschland durch die Affäre um Philipp Amthor bekannt, dem vorgeworfen wurde, sich für das Start-up aus New York eingesetzt zu haben. Für seine Bemühungen erhielt er Aktienoptionen sowie einen Direktorenposten. Auch hieß es, dass der frühere deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg sich für das Start-up eingesetzt haben soll.

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